Nah&Frisch: Hannes Wuchterl: Pandemie pusht N...
 
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Hannes Wuchterl: Pandemie pusht Nahversorger

Christina Grießer
Hannes Wuchterl, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher der ZEV Nah&Frisch Marketingservice
Hannes Wuchterl, Geschäftsführer und Unternehmenssprecher der ZEV Nah&Frisch Marketingservice

Coronabedingt war nicht immer alles einfach, dennoch beschreibt Hannes Wuchterl, Geschäftsführer der ZEV Nah&Frisch Marketingservice im CASH-Inter view viele schöne Momente, die die Bedeutung der Nahversorgung einmal mehr unterstreichen. Beim Plastikpfand ist das letzte Wort noch nicht gesprochen.

CASH: Herr Wuchterl, wir befinden uns in außergewöhnlichen Zeiten mit vielen Ups and Downs. Wie haben Sie die vergange nen Monate erlebt?
Hannes Wuchterl: Ich verwende da gerne das Wort „Wechselbad“. Auf der einen Seite waren wir mit sehr vielen Herausforderungen konfrontiert. Mit dem Maskenthema im März und der Androhung, dass wir nicht mehr aufsperren dürfen, wenn wir keine zur Verfügung haben, wurden wir aus dem Nichts überrumpelt und die kleinen Lebensmittelhändler am Land übergangen. Auf der anderen Seite haben wir sehr viel Zusammenhalt erfahren. Kunden, Bürgermeister und Entscheidungsträger haben erkannt, welche Bedeutung die Nahversorgung am Land tatsächlich hat beziehungsweise auch, was es bedeutet, wenn man keine hat. Teilweise wurden gemeinsam mit den Gemeinden Lieferservices installiert, sodass alte Menschen ihre Produkte nach Hause bekommen, ohne selbst einkaufen gehen zu müssen. Auch gab es Möglichkeiten, später zu zahlen. All das sind Dinge, die im klassischen filialisierten Handel schwer bis gar nicht möglich sind, wohingegen unsere Kaufleute punkten konnten. Da gab es viele schöne Momente, die zeigen, wie wichtig unser Handeln ist.

Die Pandemie hat dem Berufsstand der Kaufleute und der Bedeutung der Nahversorgung einen Push gegeben …
Definitiv. Wenn die Krise etwas Positives gebracht hat, dann das verstärkte Bewusstsein der Menschen für die Nahversorgung. Es ist ein Segen, einen Nahversorger im Ort zu haben. Vor allem dann, wenn er ein hohes Maß an Eigenständigkeit und Eigenverantwortung hat, um auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen, und, ohne lange nachzufragen, schnell etwas bewirken kann.

An Beliebtheit mangelt es den Nah&Frisch-Kaufleuten nicht, wie unlängst eine Marketagent-Studie zeigte. Woran liegt das?
Das hat mich sehr gefreut. Ein „Nah&Frisch“-Geschäft ist meistens ein Familienbetrieb und die Mitarbeiter sind Teil dieser Familie. Es gibt langjährige Beziehungen und kaum Fluktuation. Wir unterstützen die Kaufleute hier aber auch ganz gezielt mit Schulungsmaßnahmen direkt vor Ort on the job, um zum Beispiel Stammkunden noch besser kennenzulernen und Neukunden zu gewinnen.

Das gesamte Interview lesen Sie im CASH E-Paper der Jänner-Ausgabe.

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