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Rewe International/ Bipa

Lichtblau & Geyer: "Wir wollen unsere Marktposition stärken"

Markus Wache
Das Bipa-Geschäftsführer-Duo: Markus Geyer und Thomas Lichtblau
Das Bipa-Geschäftsführer-Duo: Markus Geyer und Thomas Lichtblau

Mag. Thomas Lichtblau (r.) und Mag. (FH) Markus Geyer stehen ab sofort zu zweit an der Spitze von Bipa. Im Gespräch mit CASH kündigen sie eine verstärkte Kooperation der Länder Österreich und Kroatien an, schildern, wie sie die Marke Bipa weiter stärken wollen und warum man auch weiterhin an Aktionen festhalten wird.

CASH: Herr Lichtblau, Herr Geyer, seit Kurzem ist bekannt, dass Ihr bisheriger Kollege Michael Paterno als Vorstand in die neue Rewe International-Zentralorganisation Billa Merkur Österreich (BMÖ) wechselt. Damit kommt es auch zu Veränderungen der Zuständigkeiten in der Bipa-Geschäftsführung. Können Sie bitte kurz schildern, wer nun für welche Aufgabengebiete verantwortlich zeichnet und ob es künftig bei einer Zweier-Geschäftsführung bleibt?
Thomas Lichtblau: In meiner Funktion als Sprecher der Geschäftsführung bin ich für die Bereiche Vertrieb, Marketing, Human Resources, Interne Kommunikation, Bautechnik und Standortentwicklung sowie Warenwirtschaft, Organisation, Filialrevision und E-Commerce zuständig. Markus Geyer verantwortet die Bereiche Einkauf und Produktmanagement, Customer-Relationship-Management und Customer-Research, Aktions-, Space- und Floormanagement, Controlling und Business Development sowie das Auslandsgeschäft mit Bipa Kroatien. Die Geschäftsführung wird zukünftig in dieser Form beibehalten werden.

Herr Geyer, bevor Sie im Oktober 2019 in die Bipa-Geschäftsführung nach Österreich gewechselt sind, haben Sie Bipa Kroatien geleitet, ein Bereich, der also weiterhin in Ihrem Verantwortungsbereich bleibt. Zukünftig sollen Bipa Österreich und Bipa Kroatien stärker miteinander kooperieren. Inwiefern können beide Länder voneinander profitieren?
Markus Geyer: Durch die engere Anbindung von Bipa Kroatien an Bipa Österreich wollen wir verstärkt Synergien nutzen. Bipa Kroatien ist mit 118 Filialen und über 800 Mitarbeitern eine vergleichsweise kleine, aber sehr agile und stark wachsende Organisationseinheit. Wir können dort auch neue Konzepte oder Sortimentstrends testen, die sich für den österreichischen Markt eignen und umgekehrt. Prinzipiell gibt es sehr viele Ähnlichkeiten zwischen den beiden Ländern unter anderem im Hinblick auf Filiallayout und Bautechnik und es hat durchaus Sinn, diese Synergien entsprechend zu nutzen. 

Auch Kroatien ist vom Coronavirus nicht verschont geblieben, dazu kam noch ein schweres Erdbeben in Zagreb am 22. März. Wie hat sich all das auf die Performance von Bipa Kroatien ausgewirkt?
Geyer: Unsere Filialen in Küstenregionen und Tourismusgebieten spielen eine sehr wesentliche Rolle für Bipa Kroatien und das coronabedingte Fehlen von Urlaubern wirkt sich natürlich aktuell auf das Geschäft aus. Wir hoffen, dass die Sommersaison noch in Schwung kommt, aber wie es heuer und auch 2021 konkret aussehen wird, ist derzeit noch nicht abzusehen. Das von Ihnen angesprochene Erdbeben in Zagreb hat die Situation zudem ebenfalls verschärft, denn aufgrund der Einsturzgefahr zahlreicher Gebäude im historischen Kern der Stadt waren viele Straßenabschnitte gesperrt und wir hatten zunächst überhaupt keinen Zugang zu unseren Filialen. Die letzten Monate waren für die Menschen vor Ort eine sehr schwere Zeit und der Umsatz ist stark eingebrochen. Ganz generell ist aber zu sagen, dass der DFH stärker unter Covid-19 leidet als der LEH.

Das gesamte Interview gibt's im E-Paper.

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