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Johannes Holzleitner: Auf dem Weg zum Lieblingsarbeitgeber

Helge Kirchberger Potography

Kassa, Logistik, IT – Berufssparten gibt es im LEH viele, entsprechend stark ist der Bedarf an motivierten Mitarbeitern für die Wachstumsbranche. Interspar-Geschäftsführer Johannes Holzleitner spricht im CASH-Interview über die Tücken der Personalsuche, wie die Firmenkultur vermittelt wird und wohin sich der Jobmarkt entwickeln könnte.

In der Interspar-Filiale am Wiener Schottentor – dort, wo einst die Zentrale der Creditanstalt war – wirkt das historisch angehauchte Ambiente nicht nur als Kundenmagnet, auch die Mitarbeiter haben einen einzigartigen (um nicht zu sagen: pompösen) Arbeitsplatz. Nebenan, im dazugehörigen Restaurant "das Mezzanin", trifft CASH Johannes Holzleitner, um über die Personalsituation zu sprechen. Ein Thema, das dem Geschäftsführer aus vielerlei Gründen am Herzen liegt, wie sich im Laufe der Unterhaltung herausstellt.

CASH: Herr Holzleitner, oft heißt es, dass der Handel „händeringend“ nach Mitarbeitern sucht. Wie ist die Lage bei Interspar?
Johannes Holzleitner: Gesucht wird immer, die Pandemie hat den Bedarf weiter verstärkt. Wir hatten in den vergangenen Jahren wirklich guten Zuspruch von unserer Kundschaft und um diesem gerecht zu werden, suchen wir eben neue Mitarbeitende. Grundsätzlich sind wir gut aufgestellt. Wir wünschen uns aber mehr Unterstützung für das bestehende Team. Meinen Kolleginnen und Kollegen muss ich an dieser Stelle meinen großen Dank aussprechen. Sie haben die Pandemie hervorragend gemeistert und wir wollen weiter für Entlastung sorgen.

Der LEH war von den Lockdowns nicht betroffen, die Gas­tronomie, die bei Interspar ja ein Teil des Konzepts ist, jedoch schon. Wie sind Sie hier vorgegangen?
Unsere rund 80 Gastro-Betriebe mussten wir natürlich schließen, was für die Mitarbeiter belastend war. Aber wir haben viel Energie darauf verwendet, unser Team aufrechtzuhalten und ich darf stolz behaupten, dass wir keinen von unseren rund 1.000 Mitarbeitenden in dem Bereich kündigen mussten. Ganz im Gegenteil – die hatten dann noch viel zu tun. Wir haben uns auf das Take-away-Geschäft fokussiert und mit Lieferdiensten zusammengearbeitet. Außerdem wurden unsere Restaurants zu Betriebskantinen für die Märkte und Einkaufszentren. Das hat phänomenalen Zuspruch erhalten. Man kann also mit kreativem Denken Arbeitsplätze erhalten und gute Umsätze machen – auch wenn geschlossen ist.

Bei welchen Jobs gibt es denn den höchsten Bedarf?
Das wären im Markt die Frische- und Bedienungsbereiche, also etwa Feinkost oder Backstube. Im Gastro-Bereich suchen wir neben Köchen auch Restaurantleiterinnen. Im Endeffekt wird an allen Ecken und Enden gesucht – das war zuvor schon so und hat sich jetzt verschärft. Mit dem Ausschleichen der Pandemie wird sich der Arbeitsmarkt aber wieder einrenken.

Das vollständige Interview finden Sie in der Februar-Ausgabe von CASH.

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