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Markus Kaser: Vom Versorger zum Lifestyle-Anbieter

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Markus Kaser: "Der Lebensstil wird immer mehr durch die Ernährung und den Einkauf definiert."
Markus Kaser: "Der Lebensstil wird immer mehr durch die Ernährung und den Einkauf definiert."

Markus Kaser ist seit Anfang des Jahres im Spar-Vorstand für Marketing, ­Einkauf, die EKS Handelsgesellschaft, Interspar, Maximarkt und die IT verantwortlich. Im CASH-Interview spricht er über die Ziele für die kommenden Jahre, was die Handelsbranche so kreativ macht und was er am Wettbewerb liebt.

Gehoben, aber offen, traditionell und trotzdem modern – die Spar spiegelt sich im neuen Flagship-Interspar am Wiener Schottentor wider. In dessen Restaurant – wo einst die Büros der Creditanstalt waren – hat CASH den Spar-Vorstand zum Gespräch getroffen, in dem er mit Enthusiasmus und Weitblick über aktuelle Themen gesprochen hat. Eines ist klar: Kaser hat eine Vision für das Handelsunternehmen und der Kurs dorthin ist bereits gesetzt.

CASH: Herr Kaser, wie ist das vergangene halbe Jahr für Sie gewesen? Sie haben Ihre neue Position zu einem schwierigen Zeitpunkt angetreten.
Markus Kaser: Ich kann nicht klagen, die Stimmung im neu aufgestellten Vorstand – wir sind jetzt zu fünft – ist gut und wir bauen auf einer tollen Erfolgsgeschichte auf. Mit der Marktführerschaft haben wir einen klaren Auftrag, diese zu halten. In den von mir betreuten Bereichen stehen einige wesentliche Projekte an, an denen wir gerade arbeiten. Beim Sortiment etwa werden wir noch mehr auf Nachhaltigkeit und Vielfalt setzen. Die Sortiments-Synergien mit anderen Ländern wie Italien werden wir auch ausbauen. Auch in der IT setzen wir wichtige Schritte bei der Sicherheit und beim E-Commerce.

Sprechen wir zunächst über das Sortiment – was ist hier geplant?
Wir setzen noch mehr auf lokale und regionale Lieferanten, wobei "lokal" hier bedeutet, dass Spar- und Interspar-Märkte im Umfeld des Erzeugers beliefert werden und "regional" bezieht sich auf das Bundesland. Das Bio-Sortiment wird auch weiter wachsen. Mit Spar Natur*pur haben wir die stärkste Bio-Eigenmarke Österreichs, die wir noch weiter ausbauen wollen. Qualitativ hochwertige Lebensmittel in Bio-Qualität sind ein knappes Gut, für dessen Anbau sich Österreich aber hervorragend eignet. Das gilt es zu organisieren. Die resultierenden Produkte sind nicht nur hierzulande beliebt, wir bieten Spar-Natur*pur-Produkte auch in anderen Märkten an. Die Trends in Italien, Ungarn und Kroatien sind jenen in Österreich sehr ähnlich, bewusste Ernährung ist da ein Riesenthema. Der Lebensstil wird immer mehr durch die Ernährung und den Einkauf definiert. Deshalb würde ich sagen, dass die Spar vom Versorgungsunternehmen zum Lifestyle-Anbieter geworden ist.

Aber wie stark kann das Bio-Segment noch wachsen, wenn die Landwirtschaft bereits so ausgelastet ist?
Bio-Produkte boomen derzeit, wir verzeichnen zweistellige Zuwachsraten. Daher muss auf jeden Fall mehr auf biologische Landwirtschaft gesetzt werden. Nur leider braucht der Umstieg eben Zeit, drei Jahre lang dürfen biologisch angebaute Produkte von ehemals nicht-biologischen Flächen nicht "bio" genannt werden. In dieser Übergangsphase gehören die Landwirte durch entsprechende Förderungen unterstützt, damit sich der Umstieg auszahlt.

Das Interview in voller Länge können Sie in der Juli/August-Ausgabe von CASH lesen.

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