Spar: R. Staudinger & P. Klotz: Neubesetzung ...
 
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R. Staudinger & P. Klotz: Neubesetzung im Spar-"Außenministerium"

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Der scheidende Spar-Vorstand Mag. Rudolf Staudinger (l.) und sein Nachfolger Mag. Paul Klotz sprechen im CASH-Interview über die Coronaviruspandemie in Italien, die erschwerte Expansion in Ungarn, die Bedeutung nationaler Produkte in Slowenien und zukünftige Spar-Kaufleute in Kroatien.

CASH: Spar konnte sich Anfang des heurigen Jahres erstmals die Marktführerschaft im österreichischen LEH sichern. Wie stellt sich eigentlich die Situation in den vier Aspiag-Ländern Ungarn, Slowenien, Kroatien und Nordostitalien dar? Welche Marktpositionen nimmt man hier in den einzelnen Staaten ein?
Rudolf Staudinger: In den Aspiag-Ländern gibt es keine so umfangreichen Daten zu den Marktpositionen wie in Österreich, aber in Zusammenarbeit mit Nielsen können wir folgende Marktpositionen angeben: In Italien sind wir mit gut 15 Prozent Marktanteil Marktführer in Nordostitalien, dem von uns bearbeiteten Gebiet. In Slowenien sind wir mit 22 Prozent die starke Nummer zwei, in Kroatien mit zehn Prozent Marktanteil die Nummer drei. In Ungarn haben wir 15 Prozent und liefern uns damit einen Dreikampf um die Führung mit Tesco und Lidl.

2019 war Spar in Österreich zum zehnten Mal in Folge Wachstumssieger. Wie schaut es diesbezüglich in den Aspiag-Ländern aus?
Staudinger: Die Datenqualität, die in den Ländern zur Verfügung steht, erlaubt uns leider nicht, diesbezüglich eine genaue Aussage zu treffen. Sicher ist aber, dass wir in allen Ländern in den vergangenen zehn Jahren immer über dem Markt gewachsen sind.

Wie schätzen Sie aktuell den Konsolidierungsbedarf im LEH in den vier Aspiag-Ländern ganz generell ein und welche Rolle will hier die Spar in Zukunft spielen?
Staudinger: Auch in den Ländern Italien, Kroatien und Ungarn gab es im Verlauf der letzten Jahre wesentliche Firmenübernahmen. Derzeit gibt es aber kein derartiges Projekt. Sollte sich was auftun, wird Spar, so wie immer in der Unternehmensgeschichte, jedenfalls mitreden.

Das Interview in voller Länge gibt's im E-Paper September 2020
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