Spar: Vier Länder, ein Lenker
 
Spar

Vier Länder, ein Lenker

Spar/evatrifft

Paul Klotz, Vorstand Lebensmittelhandel International bei Spar Österreich, spricht im CASH-Interview über die Auswirkungen der ungarischen Einzelhandelssteuer, die Euro-Einführung in Kroatien, das neue Sonntagsverkaufsverbot in Slowenien und das riesige Expansionspotenzial in der italienischen Region Lombardei.

CASH: Ganz Europa stöhnt derzeit unter sehr hohen Inflationsraten. Wie gestaltet sich die Lage in den vier Ländern Ungarn, Slowenien, Kroatien und Norditalien, in denen die Spar-Österreich-Gruppe im Lebensmittelhandel tätig ist?
Paul Klotz: Die Situation ist in Kroatien, Slowenien und Italien vergleichbar mit der in Österreich, wobei Italien die geringste Inflation hat. Dort gibt es auch, genau wie in Slowenien und Ungarn, gedeckelte Spritpreise. Das lässt den Konsumenten zumindest etwas mehr im Börserl.

Lässt sich in den vier Staaten ebenso wie in Österreich der Trend beobachten, dass Diskonter und Preiseinstiegsmarken zulegen?
Aufgrund der etwas niedrigeren Kaufkraft in Slowenien, Ungarn und Kroatien haben die Diskonter in diesen Ländern generell eine andere Bedeutung. In Italien sehe ich das nicht, dass der Diskont zulegt. Die Preiseinstiegslagen verzeichnen überall einen starken Trend nach oben. Wir sind in allen Ländern mit S-Budget und der dazugehörenden markanten Börserl-Werbung sehr gut unterwegs.

In Ungarn und Kroatien gilt für spezielle Lebensmittel ein Preisdeckel. Welche Herausforderungen ergeben sich dadurch für die Händler und wie geht man damit in der Praxis – Stichwort Beschaffungswesen/Einkaufspreise – um?
Das größte Problem dabei ist, dass die Beschaffungspreise ja nicht gedeckelt sind. Ein anderes Problem ist, dass die Kunden natürlich diese fünf bis zehn Produkte verstärkt kaufen. In Kroatien gibt es die Preisdeckelung erst seit Kurzem, in Ungarn sind wir schon länger damit konfrontiert. Daher können wir aus Erfahrung sagen, dass das zu Ausverkaufssituationen führt, weil am Beschaffungsmarkt gar nicht genügend Ware vorhanden ist.

Lesen Sie das gesamte Interview in der Oktober-Ausgabe von CASH. Hier geht es zum Interview im aktuellen E-Paper, wenn Sie ein Abonnement haben, können Sie gleich weiterlesen, wenn nicht, geht es hier zum Abo-Shop.

stats