Spar-Zentrale St. Pölten: Alois Huber: "Es is...
 
Spar-Zentrale St. Pölten

Alois Huber: "Es ist mein Job, nicht zufrieden zu sein"

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Alois Huber, Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten: "Jetzt zeigen wir erst recht, dass man sich auf uns verlassen kann."
Alois Huber, Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten: "Jetzt zeigen wir erst recht, dass man sich auf uns verlassen kann."

Das sagt Mag. Alois Huber, Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten, ­obwohl er allen Grund zur Freude hat. Das Jahr 2019 hat man sehr erfolgreich abgeschlossen und auch 2020 bleibt das Expansionstempo gewohnt hoch.

CASH: Herr Huber, 2020 ist ein echtes Ausnahmejahr. Wie haben Sie die vergangenen Monate erlebt?
Alois Huber: Ja, man muss wirklich von einem Ausnahmejahr sprechen, das uns alle sehr herausfordert und noch länger herausfordern wird. Zu Beginn der Krise ist die Nachfrage enorm gestiegen, wir haben in manchen Warengruppen die drei- bis fünffachen Mengen verkauft. Beim Klopapier wandern bei Spar an einem Freitag in ganz Österreich üblicherweise um die 50.000 Packungen über die Ladentische, am Freitag dem 13. März waren es 260.000. Von logistischer Seite betrachtet war es eine echte Herausforderung, die Ware in die Märkte zu bekommen. Als Beispiel, damit man sich etwas vorstellen kann: Im Lager St. Pölten hat an den Spitzentagen alle fünf Minuten ein voller Lkw mit Anhänger das Lager verlassen. Normalerweise ist das alle 15 bis 20 Minuten der Fall. Besonders herausfordernd war die Situation aber für unsere Mitarbeiter, die natürlich sehr verunsichert waren und zum Teil auch mit Ängsten zu kämpfen hatten. Es hat mich sehr berührt, wie groß der Zusammenhalt in der ganzen Mannschaft war. So nach dem Motto: Jetzt zeigen wir erst recht, dass man sich auf uns verlassen kann. Dafür kann man sich gar nicht oft genug bedanken. Wir mussten in der ganzen Zeit keine einzige Feinkosttheke schließen, darauf bin ich schon sehr stolz. Wir haben uns relativ schnell darauf fokussiert, business as usual zu machen und haben auch die Aktionen beibehalten, um ein gewisses Maß an Sicherheit zu vermitteln.

Ihr stärkster Mitbewerber hat den Aktionsdruck gerade in dieser Phase verringert, um das System und die Produzenten in dieser Ausnahmesituation nicht überzubelasten …
Da gibt es natürlich unterschiedliche Zugänge. Wir wollten unseren Kunden weiterhin unser gewohntes Service bieten – von der Bedienung über das vielfältige Sortiment bis hin zu attraktiven Preisen. Das strahlt Verlässlichkeit und Vertrauen aus, was gerade jetzt enorm wichtig ist. Wir sind mit unserer Strategie gut unterwegs und sehen keinen Grund dafür, daran etwas zu ändern.

Sie zeichnen als Geschäftsführer der Spar-Zentrale St. Pölten für die Entwicklung in Wien, NÖ und dem nördlichen Burgenland ­verantwortlich. Wie gut sind Sie im Osten Österreichs unterwegs?
Wir sind mit der Umsatz- und Marktanteilsentwicklung sehr zufrieden und leisten in der Ostregion unseren Beitrag für die erfolgreiche Performance der Spar, die ja aus dem Westen gewachsen ist. 2019 haben wir zehn Standorte mit rund 11.000 Quadratmetern neu eröffnet, aber auch auf bestehender Fläche zugelegt. 2020 wurden bereits zwei Neubauten und fünf Modernisierungen realisiert, bis Jahresende sind noch neun Neubauten und neun Modernisierungen geplant. Sie sehen also, wir haben hinsichtlich Expansion und Standorte noch viel vor – immer mit dem Ziel den Kundennutzen zu optimieren und stärker zu wachsen als der Markt. Ich hab zwar gesagt, dass ich zufrieden bin, aber mein innerster Antrieb ist nicht zufrieden zu sein. Es wäre schon schön, wenn wir in Wien einmal so stark sind, wie im restlichen Österreich.

Das Interview in voller Länge gibt's zum Nachlesen im E-Paper.
September 2020

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