Too Good To Go: Georg Strasser: Absatz statt ...
 
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Georg Strasser: Absatz statt Abfall

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Georg Strasser, Country Manager von Too Good To Go
Georg Strasser, Country Manager von Too Good To Go

Seit August 2019 können durch die App Too Good To Go auch in Österreich ­Lebensmittel, die andernfalls in der Tonne landen würden, spontan Abnehmer finden. Georg Strasser, Country Manager für Österreich, erklärt im CASH-­Interview, warum Händler unabhängig von ihrer Größe von einer Kooperation profitieren und dabei Gutes tun können.

CASH: Herr Strasser, mit Too Good To Go können Nutzer seit August 2019 auch in Österreich günstig Lebensmittel kaufen, die sonst vielleicht den Weg in die Mülltonne gefunden hätten. Wie hat sich der Service seither entwickelt?
Georg Strasser: Es hat sich extrem viel getan. Damals habe ich alleine gestartet, mittlerweile umfasst das Team 25 Personen. Angefangen haben wir in einem Wiener Gemeindebezirk, bald waren wir in ganz Wien tätig, daraufhin folgten Graz, Linz und Salzburg. So haben wir sukzessive in die Landeshauptstädte expandiert und in weiterer Folge in die ländlicheren Gebiete. Wir sind mit unserer Abdeckung zufrieden, nur in Kärnten muss noch mehr ausgebaut werden. Generell wachsen wir aber in ganz Österreich. Zu Beginn waren unsere Partner vorrangig Bäckereien und Gastro-Angebote, mittlerweile sind auch Systemgastronomen wie Nordsee, Starbucks und Dunkin Donuts mit dabei. Der nächste Schritt sind die Supermärkte, bei denen dürfen wir seit Februar Spar Gourmet zu unseren Partnern zählen.

Es klingt, als ob sie die Partnerakquise sehr systematisch angegangen sind.
So ist es. Wenn Too Good To Go in einem Land startet, fangen wir erst mit Anbietern an, bei denen oft Einzelportionen übrigbleiben. Dann konnten wir mit den Systemgastronomen zeigen, dass unser System auch für große Unternehmen interessant ist. Ein wichtiger Faktor bei der Akquise ist es, zu zeigen, wie gut es in anderen Ländern funktioniert, unabhängig von der Branche. Deshalb funktioniert unser Pitch bei Anbietern jeder Größe, wobei jeweils andere Aspekte wichtig sind.

Die da wären?
In erster Linie ist für die Händler und Gastronomen interessant, dass sie Ware verkaufen können, die sonst weggeworfen wird und damit doch noch Umsatz machen. Das reduziert die Entsorgungskosten und die damit zusammenhängende Logistik. Die Reduktion von Lebensmittelverschwendung bietet zudem eine gute Außenwirkung und man kann zusätzliche Kundenfrequenz generieren. Die Kommissionierung der Artikel ist dabei kein Mehraufwand, da die Entsorgung ja wegfällt. Diese Mischung spricht viele Händler an – uns ist nur wichtig, dass sie die Partnerschaft mit uns auch ernst nehmen.

Das gesamte Interview finden Sie in der Februar-Ausgabe von CASH.

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