Unimarkt: Andreas Haider: Online vor Ort
 
Unimarkt

Andreas Haider: Online vor Ort

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Was Unimarkt aus dem E-Commerce gelernt hat, nutzt der oberösterreichische Händler nun, um im ländlichen Gebiet das Filialnetz mit neuen Konzepten auszubauen. Geschäftsführer Andreas Haider fasst im CASH-Gespräch zusammen, welche Möglichkeiten die neue Unibox den Kaufleuten bietet.

CASH: Herr Haider, mit der Unibox haben Sie ein neues Shop-Konzept vorgestellt, das ohne Personal vor Ort funktioniert. Was war die Inspiration dafür und die größte Herausforderung bei der Realisierung?
Andreas Haider: Die Vorbilder waren Amazon Go und die Avec Box aus der Schweiz – aber die Umsetzung musste für den österreichischen Markt passen. Im ländlichen Bereich gibt es bei uns nämlich immer wieder Probleme, Standorte wirtschaftlich rentabel zu führen. Darum braucht es Konzepte, die mit wenig Aufwand betreibbar sind. Die Umsetzung des Stores selbst war nicht schwierig, unsere Ladenbau-Abteilung hat das ganz elegant gelöst, ein solches Konzept auf bis zu 80 Quadratmetern unterzubringen. Der digitale Prozess, vom Zutritt zur Unibox über das Scannen bis hin zum Bezahlvorgang und die Warenwirtschaft – da haben wir viel Know-how von unserem Onlineshop hineingesteckt. Umgesetzt wurde es mit der Firma Syreta, die bereits unseren Webshop gestaltet haben. Das Schwierigste, würde ich sagen, war die Implementierung eines Start-ups, was die Unibox eben ist, in unsere Unternehmensstruktur.

Die ersten drei Boxen haben bereits den Betrieb aufgenommen, bis Jahresende sollen es 30 werden. Wo sind im ersten Jahr die Schwerpunkt-Regionen und wie soll es danach weitergehen?
Der Schwerpunkt ist zu Beginn unser Kerngebiet, also Oberösterreich und die Steiermark. Hier haben wir ein gutes Vertriebsnetz durch unsere Franchisenehmer und Eigenfilialen sowie Nah&Frisch-Kaufleute – die werden die Boxen zusätzlich zu ihren Standorten betreiben. Oft gibt es Unimarkt-Gruppe-Kaufleute, die nicht nur für ihre Standortgemeinde, sondern auch für den Nachbarort der einzige Nahversorger sind. Mit einer Unibox kann deren Einzugsgebiet vergrößert und die Nähe zum Kunden verbessert werden. Außerdem dreht sich dadurch das Warenlager schneller und die Absätze lassen sich steigern. Generell bietet sich die Etablierung von einer oder mehreren Uniboxen in einem Radius von rund 20 Kilometer an.

Wäre die Unibox also geeignet, damit Unimarkt bald in ganz Österreich vertreten ist?
In weiterer Folge ist es denkbar, dass wir auch in andere Bundesländer expandieren. Dafür bräuchte es Partner mit einer entsprechenden Infrastruktur. Etwa haben Bäcker oder Fleischer oft die Kühlmöglichkeiten und Transportmöglichkeiten, die es für den Betrieb einer Unibox braucht. Oder es wäre auch möglich, Lager- und Kühlflächen anzumieten und in einem bestimmten Einzugsgebiet mehrere Uniboxen zu betreuen – hier bieten wir möglichen Partnern viel Flexibilität.

Das komplette Interview finden Sie in der April-Ausgabe von CASH.

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