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Wolfgang Hermann: Ein neuer Ritter für den VKI

A.Konstantinoudi/VKI
Wolfgang Hermann, Geschäftsführer Verein für Konsumenteninformation
Wolfgang Hermann, Geschäftsführer Verein für Konsumenteninformation

Er stellt konstruktiven Austausch vor das Trennende und sucht Mitstreiter für ­gemeinsame Verbesserungen. Mit CASH sprach der neue Geschäftsführer des Vereins für Konsumenteninformation, Wolfgang Hermann, über seine Restrukturierungspläne und die Rolle von Konsumentenschutz während der Coronakrise.

CASH: Herr Hermann, Sie sind seit Juni alleiniger Geschäftsführer des VKI, der ja seit vielen Jahren mit finanziellen Engpässen zu kämpfen hat. Wie ist der Status quo und stehen Sie angesichts der Coronakrise vor noch größeren Hürden als bei Ihrer Bewerbung angenommen?
Wolfgang Hermann: Ja, leider ist die wirtschaftliche Situation tatsächlich schlechter, als ich vor meiner Bewerbung angenommen hatte. In den vergangenen Jahren ist ein Missverhältnis zwischen Aufwand und Ertrag entstanden, das mittlerweile auch zu massiven bilanziellen Problemen geführt hat. Es gibt keinen Zweifel, dass wir einen rigorosen Erneuerungsprozess durchlaufen müssen, um wirtschaftlich überleben zu können. 

Was heißt das im Detail?
Zum einen, dass wir alle innerbetrieblichen Abläufe und alle Kostenpositionen radikal hinterfragen und verbessern müssen sowie andererseits alles unternehmen müssen, um trotzdem unser Leistungsangebot möglichst attraktiv zu gestalten und die Umsatzerlöse zu steigern. Im Zentrum stehen also aktuell eine möglichst rasche wirtschaftliche Sanierung, die Weiterentwicklung unserer Produkte und Dienstleistungen sowie unserer Zielgruppen und Kooperationen – also im Endeffekt eine Überarbeitung unsers gesamten Geschäftsmodells.

Ihre Vorgänger haben auch stets eine nachhaltige finanzielle Lösung für den VKI gesucht und Veränderungen angestrebt. Wird es Ihnen gelingen?
Ich gehe selbstverständlich davon aus, dass ich Know-how sowie neue Energie und Ideen einbringen kann, die uns helfen, diese schwierige Situation zu bewältigen. Es wird aber viele Anstrengungen unseres gesamten Teams benötigen, um erfolgreich zu sein. Wir werden neben der schonungslosen Optimierung von bestehenden Dienstleistungen auch neue Leistungsangebote und Innovationen benötigen, um unsere Profitabilität zu erhöhen. Ebenso müssen die Leistungen, die wir für die öffentliche Hand erbringen, überprüft werden. Auch diese dürfen nicht höhere Kosten verursachen, als von den Auftraggebern ersetzt werden können.

Das Interview in voller Länge gibt's im CASH E-Paper.

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