Weisshaus: Andreas Osler: Hochprozentiger Mul...
 
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Andreas Osler: Hochprozentiger Multichannel

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Andreas Osler: "Die zentrale Frage ist, wie man Kunden glücklich machen kann."
Andreas Osler: "Die zentrale Frage ist, wie man Kunden glücklich machen kann."

Seit 40 Jahren gibt es den Weisshaus Shop, der mittlerweile zu den relevantesten Spirituosen-Onlinehändlern Österreichs zählt. Geschäftsführer Andreas Osler spricht im CASH-Interview über das rasante Wachstum der vergangenen Jahre und das Rezept für einen gelungenen E-Commerce-Cocktail.

Wer Spirituosen online bestellen möchte, landet früher oder später beim Weisshaus Shop. Dieser Umstand ist Andreas Osler geschuldet, der vor zehn Jahren in das Familienunternehmen eingestiegen ist. Aus einem damaligen Versuch ist mittlerweile ein Grundpfeiler der Firmenstrategie geworden.

CASH: Herr Osler, Weisshaus feiert aktuell das 40-jährige Bestehen. Wie hat sich das Unternehmen seit der Gründung entwickelt?
Andreas Osler: Um die Geschichte von Weisshaus zu verstehen, muss man sich anschauen, wo unser Firmensitz liegt. Angesiedelt sind wir an der Österreichisch-Deutschen Grenze beim deutschen Allgäu, also sehr nahe am Schloss Neuschwanstein. Dieses zieht ordentlich Touristen an, daher hat das Unternehmen als Souvenirgeschäft gestartet. Wir hatten neben einer Wechselstube auch eine Auswahl an Spirituosen, die immer relevanter geworden sind. Als ich 2011 in das Unternehmen eingestiegen bin, war es schon ein reiner Spirituosenhändler, aber noch ausschließlich stationär tätig. Anfangs haben wir den Onlineversand noch müde belächelt und für eine kleine Nische gehalten. Probiert haben wir es trotzdem und wir wurden schnell von unserem Erfolg ­überholt.

Wie sah das aus?
Anfangs waren wir zu viert und haben alles selbst verpackt und zur Post gefahren. Damals waren es noch zehn Lieferungen pro Tag, heute bewegen wir uns im vierstelligen Bereich. Erst hat die Garage als Lager gedient, bald mussten wir die Autos umparken und dann wurde der Keller auch genutzt. Das war ein dermaßen chaotisches System, aus heutiger Sicht undenkbar. Wir sind eben organisch gewachsen. In mehreren Ausbaustufen haben wir den Betrieb vergrößert. 2014 haben wir ein kleines Hochlager mit zwei Regalreihen gebaut, 2016 sind wir den Bau unseres großen Lagers angegangen – oder haben es zumindest versucht. Bei der Begradigung eines Hanges ist die Spritzbeton-Sicherung abgerutscht und wir mussten von null anfangen. 2017 haben wir den Ausbau dann im zweiten Versuch durchgezogen und auf 1.800 Quadratmeter erweitert. Mit einem Leitsystem mit Lampen haben wir die Effizienz ordentlich gesteigert und die Fehlerquote reduziert.

Wie war Ihr Einstieg in das elterliche Unternehmen damals?
Ich war zuvor in der Finanzbranche tätig und habe eine berufliche Neuorientierung gesucht. Ich kann nicht mehr sagen, was mich damals genau zu diesem Schritt bewogen hat. Damals war ein interessanter Zeitpunkt, in den Onlinehandel einzusteigen. Es war definitiv nicht der frühestmögliche Zeitpunkt, aber ganz sicher auch nicht zu spät.

Das komplette Interview finden Sie in der September-Ausgabe von CASH.

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