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Iris Thalbauer: Digital auf vielen Ebenen

Johannes Brunnbauer
Iris Thalbauer: "Nicht alle Handelsbranchen sind gleich weit digitalisiert."
Iris Thalbauer: "Nicht alle Handelsbranchen sind gleich weit digitalisiert."

Von der Lehrlingsausbildung über die Förderung von KMU bis hin zur Regis­trierkassenpflicht: Für Mag. Iris Thalbauer, Geschäftsführerin der WKO-­Bundessparte Handel, zieht sich die Digitalisierung wie ein roter Faden durch ihre Zuständigkeitsbereiche.

CASH: Frau Thalbauer, die junge Generation der Konsumenten und Lehrlinge stand bereits im Mittelpunkt des CASH Impuls Dialogforums, Sie waren Hausherrin bei der Veranstaltung. Wie wirkt sich das Einkaufsverhalten der Generation Z auf den Handel aus?
Iris Thalbauer: Die jungen Konsumenten sind hybride Einkaufserlebnisse gewohnt. Sie holen sich ihre Informationen on- wie offline und kaufen stationär sowie in Webshops oder auf Plattformen ein. Darum ist es für den Handel relevant, die vorhandenen Kommunikationskanäle zu nutzen. Wer auf der Homepage die Öffnungszeiten und die Lage des Geschäfts angibt und Social Media nutzt, macht schon vieles richtig. Außerdem ist es wichtig, die Mitarbeiter auch rund um digitale Themen zu schulen.

Das geschieht mit den neuen Lehrberufen und dem Digitalschwerpunkt bereits in der Ausbildung. Wie zufrieden sind Sie mit diesen neuen Lehrberufen?
Der digitale Schwerpunkt hat sich als ein dynamisches Werkzeug für die ausbildenden Betriebe erwiesen. Sie können basierend auf dem Stand der eigenen Digitalisierung zusätzliche Elemente bei der Lehre einpflegen. Bei manchen Branchen ist das mehr, bei anderen weniger – der Lehrplan wird so flexibel aufgewertet. 500 Unternehmen sind bereits mit dabei. Mehr Zulauf als gedacht gibt es beim neuen Lehrberuf des E-Commerce-Kaufmanns beziehungsweise Kauffrau: Im ersten Jahr haben wir bereits 1.000 Lehrlinge verzeichnen können. Hier, und bei der ebenfalls neuen Ausbildung zur Sportgeräte-Fachkraft, ist es enorm wichtig, dass die Ausbildung den tatsächlichen Umständen der Branche entspricht.

Nun ist die Digitalisierung aus dem Handel nicht mehr wegzudenken. Wie sinnvoll ist es daher, das Thema in der Lehre optional zu machen?
Da nicht alle Branchen auf demselben Stand sind, ist diese Ergänzung noch optional. Während der Elektrofachhandel und der Sportfachhandel ganz vorne mit dabei sind, sehen wir etwa beim Schmuckhandel noch keinen so hohen Bedarf an Kompetenz zu diesen Themen. Diese Form der Lehre wird für die kommenden fünf Jahre angeboten, in zwei Jahren werden wir eine Evaluierung durchführen und an entsprechenden Anpassungen arbeiten.

Das gesamte Interview zum Nachlesen gibt's im E-Paper:  hierlesen

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