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Tengelmann: Neuer CFO und positive Bilanz für 2013

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Die Unternehmenszentrale Tengelmann in Mülheim an der Ruhr
Die Unternehmenszentrale Tengelmann in Mülheim an der Ruhr

Alfred Bührdel folgt per 1. September 2014 Dr. Jens-Jürgen Böckel und die Unternehmensgruppe ist auch im 147. Geschäftsjahr erfolgreich.

Erfreuliche News kommen von der Unternehmensgruppe Tengelmann: Das 147ste Jahr ihres Bestehens schloss die Unternehmensgruppe Tengelmann mit einem konsolidierten Nettoumsatz auf  Vorjahresniveau von 7,82 Milliarden Euro ab. Karl-Erivan W. Haub, Geschäftsführender und persönlich haftender Gesellschafter der Unternehmensgruppe Tengelmann, erklärte anlässlich der Bilanzpressekonferenz in Mülheim an der Ruhr: „Das Wetter hat uns im ersten Halbjahr einen Strich durch die Rechnung gemacht: Dauerfrost und -regen sorgten vor allem bei unseren saisonabhängigen Geschäftsfeldern OBI und KiK für extreme Umsatzverwerfungen.“

Auch die Flutkatastrophe, die im Mai und Juni über weite Teile Bayerns, Ostdeutschlands, Österreichs, Tschechiens und Polens hereinbrach, hatte für das Unternehmen negative Folgen. „Es ist den enormen Anstrengungen aller Konzerntöchter zu verdanken, dass wir dennoch ein positives Ergebnis erzielen konnten“, so Haub weiter.
Das Familienunternehmen Tengelmann beschäftigte im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2013 insgesamt 72.819 Mitarbeitende in 4.151 Filialen sowie Verwaltungs- und Logistikstandorten. Mit den Geschäftsfeldern Kaiser’s Tengelmann, KiK, OBI, Tengelmann E-Commerce und TREI Real Estate sowie vielen kleineren Gesellschaften und Beteiligungen war die Unternehmensgruppe Tengelmann in 19 europäischen Ländern operativ vertreten.
„Unser Geschäftsbericht steht in diesem Jahr unter dem Motto ‚Cross Channel – die Zukunft des Handels‘ “, erklärt Haub. „Dem Kunden wird heute durch die Digitalisierung eine schier unbegrenzte Anzahl von Einkaufsmöglichkeiten zu jeder Tages- und Nachtzeit geboten. Dadurch entstehen innerhalb kürzester Zeit immer wieder neue Geschäftsmodelle, die die gesamte Handelslandschaft nachhaltig verändern. Aus diesem Grund bauen wir seit 2010 kontinuierlich unser Engagement im Online-Bereich aus. So sind wir mittlerweile über die Tengelmann Ventures an mehr als 30 jungen Internet-Start-ups beteiligt und fördern außerdem mit der Tengelmann Social Ventures GmbH Unternehmensgründungen im Bereich Social Entrepreneurship. Gleichzeitig forcieren wir in unseren Geschäftsfeldern die Verzahnung von stationärem und digitalem Handel. Sowohl Kaiser’s Tengelmann als auch OBI und KiK betreiben einen eigenen Webshop. Auf diese Weise binden wir die digitale Welt in unser Tagesgeschäft ein und gestalten Veränderungen aktiv mit.“


Kaiser’s Tengelmann
Im Geschäftsjahr 2013 beschäftigte das Supermarktunternehmen Kaiser’s Tengelmann 17.368 Mitarbeitende und erwirtschaftete mit ihnen einen Nettoumsatz von 1,94 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis liegt auf dem Niveau des Vorjahres, allerdings bei einem um elf Standorte auf 501 Märkte verkleinerten Filialnetz. „Kaiser’s Tengelmann ist seit mehreren Jahren ein Geschäftsfeld mit besonderen Herausforderungen. Es wird derzeit in einer ganzheitlichen Untersuchung auf seine zukünftige Ausrichtung hin analysiert“, so Haub. Das bewährte Frischekonzept ‚Schwarz-Rot-Gold‘ wurde 2013 in 42 weiteren Filialen umgesetzt. „Mittlerweile laufen rund 70 Prozent aller Kaiser’s- und Tengelmann-Märkte unter dem ‚Schwarz-Rot-Gold‘-Banner. Im letzten Jahr haben wir dafür 11 Millionen Euro in die Hand genommen“, so Haub.

KiK
Qualitativ gute und dabei preisgünstige Textilien bilden seit 20 Jahren das Kerngeschäft von KiK. Ergänzt wird dieses Sortiment durch Geschenkartikel, Heimtextilien, Accessoires sowie Spiel- und Schreibwaren. Mit diesem Konzept rangiert KiK im deutschen Textilhandel unter den Top Ten. Nach dem Markteintritt in den Niederlanden ist KiK derzeit in neun Ländern (Deutschland, Österreich, Tschechien, Slowenien, Ungarn, Slowakei, Kroatien und Polen) mit 3.255 Filialen und 22.119 Mitarbeitenden vertreten. Im Geschäftsjahr 2013 sorgten der lang anhaltende Winter und der verregnete Frühling bei KiK für starke Umsatzeinbrüche, die jedoch in der zweiten Jahreshälfte mehr als wettgemacht werden konnten. So schloss KiK das abgelaufene Geschäftsjahr mit einem Nettoumsatz von 1,57 Milliarden Euro bzw. einem Plus von 6,8 Prozent zum Vorjahr ab. Haub dazu: „KiK entwickelt sich gegen den Markttrend im Textilbereich sehr positiv und gehört – trotz leicht rückläufiger Filialanzahl – zu den Gewinnern der Branche.“. Dieser Erfolg ist maßgeblich auf die Modernisierung der Filialen im Rahmen des „KiK 17“-Programms zurückzuführen.


OBI
OBI litt besonders stark unter den Wetterkapriolen im ersten Halbjahr 2013. Vor allem die Umsätze im Bereich der Frühjahrsblüher fielen im ersten Quartal nahezu aus. Zwar verlief das restliche Geschäftsjahr wesentlich erfolgreicher, dennoch schaffte OBI es trotz aller Anstrengungen nicht, den schlechten Jahresstart ganz auszugleichen. Mit 32.219 Mitarbeitenden erwirtschaftete die Nummer eins der  Baumarktbranche einen Nettoumsatz von 4,07 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 0,9 Prozent zum Vorjahr (währungsbereinigt +0,6 Prozent) entspricht. OBI präsentiert in 567 Standorten (davon 172 Franchisepartner-Märkte) ein breites und umfassendes Produktsortiment und erzielte damit einen Gesamtumsatz von 6,68 Milliarden Euro. Parallel dazu hat OBI in den vergangenen Jahren innovative Cross-Channel-Lösungen entwickelt, um seine Marktführerschaft auch im digitalen Bereich zu untermauern. Neben Deutschland ist OBI aktuell in zehn weiteren europäischen Ländern aktiv (Italien, Österreich, Ungarn, Tschechien, Polen, Slowenien, Schweiz, Bosnien-Herzegowina, Russland und Rumänien). „Unsere internationalen Expansionsschwerpunkte liegen klar auf Polen, Italien und Russland“, so Haub. „Für das laufende Jahr sind bis zu 23 Neu- bzw. Ersatzöffnungen geplant.“


E-Commerce
2013 wurden im deutschen Onlinehandel erneut zweistellige Umsatzzuwächse erzielt, was ihn zum Vertriebskanal mit der höchsten Wachstumsdynamik macht. Die Unternehmensgruppe Tengelmann partizipiert an diesem Trend über das Geschäftsfeld Tengelmann E-Commerce, unter dessen Dach das Venture-Geschäft, die Tengelmann E-Stores mit Plus.de und GartenXXL.de sowie baby-markt.de gebündelt sind. „Neben Plus.de gibt es jetzt auch den Spezialshop GartenXXL.de“, so Haub. Ende Juni 2014 startete das GartenXXL-Konzept auch in Österreich. baby-markt.de zählt mit mehr als 40.000 Produkten bekannter Marken zu den führenden Anbietern von Baby- und Kleinkinderartikeln. Neben Duisburg eröffnete das Unternehmen 2014 eine weitere Filiale in Dortmund und treibt so seine Cross-Channel-Strategie weiter voran.


Ausblick
Nach dem milden Winter und den warmen Temperaturen im Frühling verzeichnen sowohl KiK als auch OBI wieder sehr erfreuliche Umsatzzuwächse in diesem Jahr. „Ich bin zuversichtlich, dass wir das laufende Geschäftsjahr wiederum mit einem positiven Ergebnis abschließen werden!“, so Haub.

Neuer CFO
Per 1. September 2014 wird Alfried Bührdel  neuer Geschäftsführer Finanzen der Unternehmensgruppe Tengelmann und tritt damit die Nachfolge von Dr. Jens-Jürgen Böckel
an, der nun in seinen wohlverdienten Ruhestand tritt. Bührdel war bis zu diesem Jahr langjährig bei der Ströer Out-of-home-Media AG als Finanzvorstand und stellvertretender Vorstandsvorsitzender tätig. Zuvor war er unter anderem annähernd zehn Jahre in unterschiedlichen Management-Positionen für die Bertelsmann AG im In- und Ausland tätig.

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