Lidl Österreich: Erste Metropolfiliale eröffn...
 
Lidl Österreich

Erste Metropolfiliale eröffnet

In Wien, in der Sagedergasse 44 im zwölften Bezirk, präsentiert Lidl mit der ersten Metropolfiliale sein neues Konzept für den urbanen Raum.

Galerie: Erste Metropolfiliale eröffnet

Gerade in Ballungszentren wird es auch aufgrund immer strikterer Raumordnungsgesetze bedeutend schwieriger, Grundstücke mit einer Fläche von 6.000 bis 7.000 Quadratmetern zu finden. Darauf reagieren wir mit unserem innovativen Filialkonzept, das nur halb so viel Platz braucht", erklärt Christian Schug, Vorsitzender der Geschäftsführung von Lidl Österreich. Und dieses lässt sich der expansionswillige Diskonter auch so einiges kosten, denn pro Standort fallen die Investitionskosten im Vergleich zu den herkömmlichen Standorttypen um 1,5 Millionen Euro höher aus.

Ressourcenschonendes Raumkonzept
Wie CASH in seiner Juni-Printausgabe bereits berichtet hat, hat der neue Filialtyp, der in Österreich als einem der ersten Lidl-Länder vorgestellt wird, zwei Geschosse. Im Erdgeschoss befindet sich eine lichtdurchflutete Parkgarage und im ersten Stock der Verkaufsraum. Verbunden sind die beiden Bereiche via Rolltreppe. Angeboten wird trotz geringerem Flächenverbrauch das gesamte Sortiment. Dieses umfasst 1.600 gelistete Artikel mit Fokus auf regionale Anbieter sowie zusätzlich 5.000 Food- und 3.000 Non Food-Aktionen pro Jahr mit einem Verhältnis von 80 Prozent Eigenmarken zu 20 Prozent Marken. Üblicherweise sind die Lidl Filialen hierzulande - unabhängig vom Filialtyp - zwischen 800 und 1.200 Quadratmetern groß. In Ballungszentren können die Standorte auch einmal kleiner ausfallen. Aktuell betreibt der Diskonter 15 Filialen mit einer Verkaufsfläche jenseits der 1.100 Quadratmeter.

Platz für Studentenheime, Kindergärten & Co.
In der Sagedergasse - übrigens der 222. Filiale von Lidl Österreich, die in neu Monaten Bauzeit errichtet wurde - erstreckt sich die Verkaufsfläche über 1.280 Quadratmeter. Darüber hinaus stehen den Kunden 81 Parkplätze zur Verfügung. Hätte man hier auf das herkömmliche Filialkonzept gesetzt, wäre der Platz bedeutend geringer ausgefallen. Laut Ronny Bauer, Geschäftsführer Regionalgesellschaft Müllendorf, hätte man sich dann mit 50 Parkplätzen und 900 Quadratmetern Verkaufsfläche zufrieden geben müssen. Was in der Sagedergasse aufgrund behördlicher Vorgaben nicht möglich war, nämlich die Flächen oberhalb der Filialen mit Partnern bzw. Bauträgern sinnvoll zu nutzen, soll allerdings in den weiteren Metropol-Standorten realisiert werden. "Über einer künftigen Lidl-Filiale wird ein Studentenheim entstehen, an einem anderen Standort in Wien-Favoriten haben wir einen Kindergarten sowie Büroflächen über der Filiale geplant. Wir denken dabei aber auch an Wohnungen, ebenso wie an Ärztezentren, Standorte für Logistik oder kommunale Einrichtungen. Potentielle Partner sind herzlich eingeladen, hier gemeinsam mit uns etwas zu gestalten", so Schug. Jährlich sollen acht Standorte dieser Art - etwa in Wien, Graz, Linz, Salzburg, Innsbruck oder Bregenz entstehen.

Standardfilialen weiterhin im Fokus
Heuer investiert Lidl Österreich rund 100 Millionen Euro in den Neubau und die Modernisierung von Filialen. "Mit dem Konzept der Metropolfiliale sind wir einfach flexibler und können individuell auf unterschiedliche Voraussetzungen reagieren. Wir werden aber nach wie vor unsere Standard-Filialen bauen, die Metropolfiliale macht nicht überall Sinn", erklärt Matthias Raßbach, Geschäftsleiter Immobilien.

Nachhaltigkeit und hochwertige Architektur
Ob Metropolfiliale oder Standardtyp, großen Wert legt der Lebensmittelhändler auf eine nachhaltige Bauweise sowie hochwertige Architektur. Alle Standorte erfüllen die Vorgaben der ÖGNI (Österreichische Gesellschaft für nachhaltige Bauweise) und verfügen über die ISO 50.001-Zertifizierung. Zum Einsatz kommen unter anderem innovative und energieeffiziente Heiz- und Kühlsysteme, LED-Beleuchtung sowie Grünstrom aus erneuerbaren Quellen. Optisch sorgen die sich über die Decke spannenden Holzbalken für ein luftiges Ambiente, während breite Gänge ein stressfreies Einkaufen ermöglichen.
stats