Billa: Erweiterte Barrierefreiheit
 

Die neu errichtete Billa-Filiale in Simmering gilt als Meilenstein in Sachen Barrierefreiheit. Im Prototyp werden diverse Maßnahmen für Seh- und Hörbehinderte sowie in ihrer Mobilität eingeschränkte Kunden erprobt.

Galerie: Erweiterte Barrierefreiheit

Unter dem Motto „Billa ohne Grenzen“ hat die Rewe-Tochter vor Kurzem ihre erste Prototyp-Filiale in der Fuchsröhrenstraße 11 in Simmering eröffnet. Das Vorzeigeprojekt gilt als Meilenstein im Disability Management der Rewe International und stellt das Thema Barrierefreiheit mit erweiterten Maßnahmen über die gesetzlichen Verpflichtungen hinaus auf eine neue Ebene. „Das ist für mich gelebte Innovation, orientiert an den Bedürfnissen behinderter Menschen, die immerhin 15 Prozent der Bevölkerung ausmachen, aber auch an der stark wachsenden Kundengruppe älterer Menschen“, ist Frank Hensel, Vorstandsvorsitzender der Rewe International stolz auf den neuen Markt.

3D-Lageplan und Induktionsanlagen
Realisiert wurden am 630 Quadratmeter großen Standort zum Beispiel ein zentraler Info-Point mit barrierefreiem 3D-Lageplan zur einfacheren Orientierung im Eingangsbereich, Lupen zum Mitnehmen für eine bessere Lesbarkeit der Produktinformationen sowie eine Glocke, um die Mitarbeiter zur Hilfe zu rufen. Besonders innovativ sind die integrierten Induktionsanlagen in der Feinkost-Abteilung und im Kassenbereich, die die Stimmen der Mitarbeiter über handelsübliche Hörgeräte verstärken.

Kosten sind überschaubar
Ebenfalls barrierefrei gestaltet und für Rollstuhlfahrer gut erreichbar sind die abgesenkte Obst- und Gemüse-Waage, der Flaschenrückgabeautomat und der Gebäckspender. Darüber hinaus sind in der Prototyp-Filiale auch Blindenleitlinien, ein behindertengerechtes Kunden-WC, Krückenhalter an allen Einkaufswagen sowie ein Leih-Rollstuhl oder Leih-Rollator erhältlich. All diese Maßnahmen sollen künftig österreichweit ausgerollt werden, wie Robert Nagele, Mitglied des Billa-Vorstands betont: „Jetzt geht es einmal darum, Erfahrungswerte zu sammeln und die umgesetzten Maßnahmen genau zu prüfen. Was sich bewährt werden wir auch in anderen Standorten im Zuge von Renovierungen oder Neubauten realisieren.“ Die Kosten dafür liegen laut Nagele bei rund drei Prozent des Investitionsbudgets für einen neuen Markt. Diese bewegt sich im Schnitt zwischen 1 und 1,5 Millionen Euro.

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