gfa-consulting gmbh: Kongress zu Obst und Ge...
 
gfa-consulting gmbh

Kongress zu Obst und Gemüse in Lissabon

ICOP
Minister Capoulas und das Willkommens-Team am Podium © ICOP
Minister Capoulas und das Willkommens-Team am Podium © ICOP

Das Kerngeschäft der österreichischen gfa-consulting gmbh ist die Gründung und Beratung von Erzeugerorganisationen (EOs) für Obst und Gemüse. Vor diesem Hintergrund rief die Firma vor elf Jahren eine Plattform zum Infoaustausch, zum Knüpfen von Kontakten und Netzwerken ins Leben – die Internationale Konferenz für Erzeugerorganisationen – kurz ICOP

Ende November 2016 fand die in der Branche mittlerweile etablierte Veranstaltung in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon statt. Mitorganisatoren waren die Organisationen Portugal Fresh und FNOP. Wie bereits in den letzten Jahren bewährt, gliederte sich die Veranstaltung in einen Kongresstag und einen Tag mit Exkursionen zu Firmen und Projekten in der Umgebung. Über 180 Besucher aus 17 Ländern nahmen teil.

Der 24. November stand im Zeichen der Information und des fachlichen Austausches. Vier wesentliche Themenbereiche bildeten hierfür den Rahmen. Nach der Begrüßung durch den portugiesischen Landwirtschaftsminister Luis Capoulas Santos und die Organisatoren kamen Experten aus den Bereichen Trends, Innovationen und Marketing zu Wort.

Digitalisierung, Portugal, Politik

Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf den Lebensmittelkonsum waren Inhalt der Präsentation von Bettina Höchli vom Schweizer Gottlieb Duttweiler Institut. Ondina Afonso präsentierte den „Continente Producer’s Club“ und gewährte Einblicke in die durchaus erfolgreiche Partnerschaft zwischen dem Handelsunternehmen Continente und ihren landwirtschaftlichen Lieferanten. Die Organisation Interfel vertritt den französischen Frischobst- und -gemüsesektor und wurde von Daniel Soares vorgestellt.

Der zweite Themenblock des Tages stand unter dem Motto „Portugal Fresh präsentiert Portugal“ und beinhaltete vier Vorträge zu verschiedenen portugiesischen Projekten. Die Bandbreite reichte hier von „‚Portugal tastes good!‘ – Geschäftsmöglichkeiten für den europäischen Frischemarkt“ bis zur Vorstellung einer Kooperation von 14 Birnen-EOs unter „Fresh fusion“.

Im nächsten Themenblock ging es um die politischen Rahmenbedingungen der Tätigkeiten von Erzeugerorganisationen. „GMO (Gemeinsame Marktordnung) im Spannungsfeld“ lautete denn auch das Schlagwort unter dem gfa-Consulting-Geschäftsführer Wolfgang Braunstein einen Ländervergleich zum Operationellen Programm (OP) – dem Förderprogramm der EU für EOs – wagte. Die GMO bildet den Rahmen für die Gründung und die Förderung von Erzeugerorganisationen. Last but not least wurden „Best-practice-Beispiele von Erzeugerorganisationen“ aus Belgien und Frankeich vorgestellt. Bei B2B-Meetings im Anschluss konnten potenzielle Geschäftspartner zueinanderfinden. Eine weitere Gelegenheit, um miteinander ins Gespräch zu kommen, bot das traditionelle Networking-Dinner am Abend des ersten Kongresstages.

Exkursionen

Am zweiten Tag des ICOP bot die gfa-Consulting GmbH Exkursionen an. Besucht wurden das Logistikcenter des Großhändlers Continente und die EOs Horta pronta – Hortas do Oeste SA sowie LusoPera. Außerdem wurde den Teilnehmern die Möglichkeit geboten, das Projekt Alqueva zu besichtigen. Alqueva ist der größte Stausee Europas, mit dessen Wasservorrat ein riesiges Gebiet landwirtschaftlich erschlossen werden konnte. Die nächste ICOP wird 2017 in Nantes, Frankreich stattfinden, wieder im November.

Wolfgang Braunstein, gfa, beim Referat © ICOP
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Wolfgang Braunstein, gfa, beim Referat © ICOP
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