WKÖ/KMU: 1. Halbjahr 2009: Handelsumsätze ble...
 
WKÖ/KMU

1. Halbjahr 2009: Handelsumsätze bleiben gleich, Anzahl der Beschäftigten wächst

-

Zumindest im 1. Halbjahr dieses Jahres scheint der heimische Einzelhandel krisenresistent.

Laut aktueller Konjunkturbeobachtung der WKÖ-Bundessparte Handel und der KMU Forschung Austria lag der Umsatz im österreichischen Einzelhandel nominell – bei drei Verkaufstagen weniger als 2008 – mit +0,1 Prozent auf Vorjahresniveau, was in absoluten Zahlen rund 22,9 Milliarden Euro entspricht.

Der Preisauftrieb hat sich sowohl im Einzelhandel als auch bei den allgemeinen Verbraucher­preisen zwischen Jänner und Juni 2009 deutlich abgeschwächt: Die durchschnittlichen Verkaufspreiserhöhungen waren  mit 2 Prozent zwar höher als die Inflationsrate (0,7 Prozent), nahmen gegenüber 2007 und 2008 je­doch weiter deutlich ab und erreichten den niedrigsten Wert seit dem zweiten Quartal 2007.

 Der LEH erwirtschaftete einen nominellen Umsatzzuwachs von mehr als 1 Prozent. Das Ranking der Branchen führt der Sportartikelhandel mit einem Plus von 5,1 Prozent vor dem Spielwarenhandel mit + 3,1 an. Am schlechtesten verlief die erste Jahreshälfte 2009 für den Radio-, Elektro-, EDV- und Fotohandel (-5,6 Prozent) sowie den Lederwarenhandel (-2,8 Prozent). Real konnten ausschließlich der Spielwaren- und der Sportartikelhandel Umsatzsteigerungen erzielen, alle anderen Branchen mussten mengenmäßige Rückgänge hinnehmen, die im Einzelhandel mit Eisenwaren-, Bau- und Heimwerkerbedarf und im Lederwarenhandel am höchsten ausfielen.

 Positiv entwickelt hat sich die Anzahl der Beschäftigten: Im österreichischen Einzelhandel (exkl. Tankstellen betrachtet) waren in der ersten Jahreshälfte 2009 im Durchschnitt rund 260.000 unselbstständig Beschäftigte (exkl. geringfügig Beschäftigte) tätig. Das bedeutet eine Steigerung von 0,4 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Abermals gesunken ist hingegen die Kundenfrequenz, und zwar um 1,9  Prozent. 

stats