Pfeiffer: 100% Zielpunkt rücken näher
 
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100% Zielpunkt rücken näher

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Erich Schönleitner © Pfeiffer
Erich Schönleitner © Pfeiffer

Die Pfeiffer-Holding hält seit April 2012 als Minderheitseigentümerin an Zielpunkt 24,9 Prozent. Der Griff nach der Mehrheit könnte im nächsten Jahr folgen.

Aktuell hält Pfeiffer die Option auf in Summe fünfzig Prozent der Zielpunkt-Anteile. So wurde es auch bei der Bundeswettbewerbsbehörde angemeldet. Zielpunkt-Mehrheitseigentümer ist nach wie vor Dr. Gerald Schmidsberger mit BOW, dessen Alleingeschäftsführer er ist und der die Supermarktkette von Ex-Zielpunkt-Eigentümer Jan Satek im November 2012 gekauft hat.

Pfeiffer-Holding-Chef Dr. Erich Schönleitner ließ von Beginn an nicht den geringsten Zweifel, dass aus der Minderheits- auch eine Mehrheitseigentümerin werden könnte. Allerdings, so sagte Schönleitner im CASH-Interview im Dezember des Vorjahres, „hängt eine weitere Beteiligung davon ab, wie wir Zielpunkt weiter entwickeln können“.

Die Entwicklung scheint seit damals gut zu laufen, denn im September wird Zielpunkt-Vertriebsvorstand Thomas Janny das neue Konzept bzw. die Neupositionierung von Zielpunkt präsentieren. Dass diese ein Gemeinschaftswerk von Zielpunkt und Pfeiffer mit vermutlich großem Input von Letzterem sein wird, daran besteht auch nicht der geringste Zweifel.

Möglich wird und sinnvoll ist die Präsentation von Zielpunkt „neu“, weil sämtliche dafür nötigen Prozesse, wie beispielsweise die logistischen, die sortimentsmäßigen bis hin zum Einkaufsmanagement abgeschlossen sind oder knapp vor dem Finale stehen.

Damit rückt auch der Griff der Pfeiffer-Holding, nicht nur die Option auf in Summe 50 Prozent der Zielpunkt-Anteile zu ziehen, sondern BOW alle Anteile abzukaufen und Mehrheitseigentümer zu sein, in Nähe. Wobei dieses Szenario, deuten die beiden Pfeiffer-Geschäftsführer Schönleitner und Markus Böhm im CASH-Gespräch an, nicht vor Juni 2014 und nur – wie bisher in der Causa Zielpunkt – in engster Abstimmung mit der BWB Realität sein wird.

Der Zielpunkt-Umsatz 2011 wurde vom Unternehmen mit 540 Mio. € (-1,8 %) angegeben. Für 2012 rechnet Schönleiter mit ca. 500 Mio. €, exklusive Schirnhofer-Umsätze. Viel wichtiger ist ihm aber die Ertragslage, die er aktuell jedoch nicht beziffert.

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