Arbeitsmarktservice: 2018 neuer Stellenrekord
 
Arbeitsmarktservice

2018 neuer Stellenrekord

Österreichs Wirtschaft sucht dringend Arbeitskräfte, die Zahl der beim Arbeitsmarktservice (AMS) gemeldeten Stellen hat erneut einen Rekordwert erreicht.

2017 wurden dem AMS insgesamt 532.500 Stellen zur Besetzung gemeldet, im Zeitraum Jänner bis Mai 2018 konnte das AMS mit bereits 236.157 freien Stellen einen neuen Höchstwert erzielen. „Der Rekordzugang an gemeldeten Stellen spricht für das Vertrauen der Unternehmen und die Qualität unserer Dienstleistungen. Denn das AMS besetzt freie Stellen sehr rasch: 2017 haben wir 30 Prozent der freien Stellen bereits innerhalb von 10 Tagen, 63 Prozent innerhalb eines Monats besetzt“, betonte Johannes Kopf, Vorstand des AMS.

Durch den großen Personalbedarf der Betriebe gibt es in einigen Berufen Fachkräftemangel, und beim Großteil der Berufe, in denen Fachkräftemangel herrscht, geht es um klassische Lehrberufe. „Derzeit gibt es neben den Metallberufen einen Mangel an klassischen Bau- und Technikberufen, aber auch in manchen Dienstleistungsbereichen wie zum Beispiel bei qualifizierten Köchinnen und Köchen. Dieser Mangel an Fachkräften kann durchaus zur Wachstumsbremse für die Betriebe und unsere Konjunktur werden“, sagt Kopf. Das Arbeitsmarktservice (AMS) bietet eine Reihe von Maßnahmen an, mit denen der Fachkräftemangel bekämpft und Betriebe bei der Suche nach Fachkräften unterstützt werden, unter anderem diese:

Arbeitsplatznahe Qualifizierung (AQUA): Die AQUA ermöglicht Unternehmen die Ausbildung der künftigen Mitarbeiter direkt am neuen Arbeitsplatz; das AMS finanziert den Lebensunterhalt der ehemals arbeitslosen Person.
Implacementstiftung: Mit der Implacement-Stiftung stellt das AMS Unternehmen ein Instrument zur Rekrutierung von neuen Mitarbeitern zur Verfügung, die sozusagen „on the job“ qualifiziert werden.
Qualifizierungsförderung für Beschäftigte: Brauchen hingegen bestehende Mitarbeiter eine Qualifizierung bietet das AMS ebenfalls eine entsprechende Förderung zur Unterstützung an.
Impulsberatung für Betriebe: Zusätzlich zur Qualifizierungsförderung für Beschäftigte können Betriebe in einer Art Verbund Erfahrungen mit anderen Betrieben austauschen oder im Rahmen der Impulsberatung die Beratung von externen Unternehmensberatern nutzen, die vom AMS finanziert wird.

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