REWE/BWB: 20,8 Mio. Euro Bußgeld wegen Preisa...
 
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20,8 Mio. Euro Bußgeld wegen Preisabsprachen

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Die REWE-Zentrale in Wiener Neudorf. ©Rewe
Die REWE-Zentrale in Wiener Neudorf. ©Rewe

Wegen Preisabsprachen soll Rewe 20,8 Mio. Euro Bußgeld bezahlen. Der Handelskonzern spricht von einer "für beide Seiten akzeptablen Lösung" durch das nicht rechtskräftige Urteil des Kartellgerichts.

Es könnte das zweithöchste Bußgeld werden, das vom österreichischen Kartellgericht in seiner bisherigen Geschichte verhängt wird. Die 20,8 Mio. Euro, die Rewe bereit ist zu zahlen, werden nur von den 75,4 Mio. Euro übertroffen, zu denen 2007 auf Antrag der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) das sogenannte "Aufzugs-Kartell" verdonnert wurde.

Der noch nicht rechtskräftigen Kartellstrafe gegen Rewe waren im Zuge der Ermittlugen unter anderem im Februar des Vorjahres mehrtägige Hausduchsuchungen in der Rewe-Zentrale in Wiener Neudorf vorausgegangen. Der Handelskonzern wurde verdächtigt, über Endverbrauchspreise und Aktionszeiträume mit Lieferanten vorrangig aus der Bier- und Molkereibranche Absprachen getroffen zu haben.

In einer Aussendung ließ Rewe anlässlich der Urteilsverkündung mitteilen, man habe der einmaligen Bußgeldzahlung trotz unterschiedlicher Rechtsauffassungen zugestimmt. Man habe zudem mit der BWB einen - allerdings zur Zeit nicht rechtsverbindlichen (Anm. d. Red.) - Verhaltensleitfaden erarbeitet, der künftig für mehr Rechtssicherheit im Lebensmittel- und Drogeriefachhandel sowohl auf Handels- als auch Lieferantenseite sorgen soll, so REWE. Damit wolle man ein „deutliches Zeichen für die gesamte Branche“ setzen.
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