Wiener Wiesn: 350.000 Gäste auf der Wiener Wi...
 
Wiener Wiesn

350.000 Gäste auf der Wiener Wiesn 2016

Harald Klemm
Das Geschäftsführer-Duo des Wiener Wiesn-Fests Christian Feldhofer und Claudia Wiesner © Harald Klemm
Das Geschäftsführer-Duo des Wiener Wiesn-Fests Christian Feldhofer und Claudia Wiesner © Harald Klemm

Vor dem Abschlusswochenende stand fest: Es wird einen Besucherrekord bei der sechsten „Wiener Wiesn“ geben. Ob das größte Brauchtums- und Wiesen-Fest Österreichs auch im kommenden Jahr auf der Kaiserwiese im Wiener Prater stattfinden wird, ist in der Schwebe, denn im zweiten Bezirk gibt es eine neue Bezirksvertretung.

18 Tage, 3 Festzelte, 5 Almen und 700 Stunden Live-Musik – auch das sechste Wiener Wiesn-Fest lockte mit Lebensfreude, Gaudi und Tracht die Gäste an, es waren 350.000, wie man seitens der Veranstalter bereits am vergangenen Donnerstag vermutete, ein neuer Rekord. Wer war da? Die Edlseer, Marc Pircher, Right Said Fred (im Gösser-Zelt) und viele andere, insgesamt sind 1.900 Musikerinnen und Musiker aus Österreich und dem Ausland aufgetreten. „Besonders unsere Bundesländertage erfreuen sich großer Beliebtheit und wir verzeichnen immer mehr BesucherInnen aus ganz Österreich“, freut sich Claudia Wiesner über die Anreisen aus dem ganzen Land. So konnte der Anteil der Gäste aus den Bundesländern von 25 auf 38 Prozent gesteigert werden. Auch weit gereiste Gäste lockte das Adeg-Wiesn-Festdorf, zwölf Prozent sind Touristen.

10 Millionen Umsatz

Zur Bilanz gehört auch das Ranking der beliebtesten Speisen: Nummer eins war die Schweinsstelze, die den Vorjahreserstplatzierten Grillhendl auf Platz zwei verwies, gefolgt von der Bratwurst. Bereits zum zweiten Mal übrigens wurden auch vegane Gerichte angeboten. Bei den Getränken erfreuten sich neben dem Bier auch die heimischen Weine großer Beliebtheit – rund 36 Sorten wurden in diesem Jahr ausgeschenkt, allen voran die Wiener Weine. Auch wirtschaftlich kann das Wiener Wiesn-Fest 2016 erfreuliche Zahlen präsentieren. Die Wertschöpfung gesamt beträgt mehr als 20 Mio. Euro, davon sind rund 10 Mio. Euro als Umsatz auf dem Wiener-Wiesn-Fest inkl. Gastronomie und Handel zu verzeichnen. Weiterer Ertragsposten ist die Bekleidungsindustrie (sehr viele kamen in Tracht und haben sie wohl vorher für das Fest gekauft), die Hotellerie sowie Handel und Steuereinnahmen.

Goldhauben auf der Billa-Bühne

Der Schlusstag wurde zum „Goldenen Tag“ erklärt, da drehte sich auf der Billa-Festbühne alles um die Goldhauben. Das größte Goldhaubentreffen in Wien fand statt. Nach dem Einzug der Strobler Goldhaube, gefolgt vom Zug der Goldhauben- und Kopftuchfrauen, zeigte man den Besuchern und vor allem den Besucherinnen die Geschichte der Goldhaube anhand einer Modenschau. Darüber hinaus wird das Handwerk der Goldhauben und der Bändelanfertigung, Zwirnknopffertigung und Spitzenklöppeln gezeigt.

Wie es weitergeht

Unter dem Motto „Nach dem Fest ist vor dem Fest“ gibt es auch bereits ein Startdatum für nächstes Jahr: 2017 öffnet das Wiener Wiesn-Fest am Donnerstag, 21. September seine Pforten. Ob diese Pforten auch wieder auf der Kaiserwiese stehen werden, ist inzwischen unsicher. Nach den Bezirksratswahlen für die Leopoldstadt, den zweiten Wiener Gemeindebezirk, in dem der Prater liegt, gibt es eine neue Bezirksvorsteherin, Uschi Lichtenegger. Und wie bereits mehrfach in den Medien zu hören und lesen war, will Lichtenegger, dass die Kaiserwiese zur konsumationsfreien Zone gemacht werden soll. Das Wiener-Wiesn-Fest wäre davon wohl betroffen.

Stimmungsbild vom Wiener Wiesn-Fest 2016 © Harald Klemm
Harald Klemm
Stimmungsbild vom Wiener Wiesn-Fest 2016 © Harald Klemm


Wiener Wiesn-Fest: Bundesländertag Kärnten mit der Volkstanzgruppe Hermagor © Roland Rudolph
Roland Rudolph
Wiener Wiesn-Fest: Bundesländertag Kärnten mit der Volkstanzgruppe Hermagor © Roland Rudolph


Wiener Wiesn-Fest: Bundesländertag Steiermark © Roland Rudolph
Roland Rudolph
Wiener Wiesn-Fest: Bundesländertag Steiermark © Roland Rudolph
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