WKO: 5-Punkte-Programm für den Alpentransit
 
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5-Punkte-Programm für den Alpentransit

GoranH - pixabay.com
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Handelssparte Transport schlägt ein Maßnamenpaket vor, um als Transitland langfristig relevant und ausgeglichen zu bleiben.

"Das Schwerverkehrsaufkommen steigt. Das ist einerseits eine gute Nachricht, weil es zeigt, dass die Konjunktur derzeit noch rund läuft. Aber wir haben natürlich die Alpen, und hier ist uns sehr daran gelegen, die negativen Effekte des Verkehrsaufkommens auf die Umwelt und die Lebensqualität der Anrainer einzudämmen", sagt Alexander Klacska, Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ).

Um den Transitverkehr weiterhin im Griff zu haben, schlägt die Bundessparte einen 5-Punkte Plan vor: Maßnahmen für den kombinierten Verkehr sollen getroffen werden, das Gewichtslimit für kranbare Sattelauflieger soll auf 41 Tonnen erhöht werden, Fahrverbote sollen harmonisiert werden, die Zulaufstrecken zum Brenner-Basistunnel sollen ausgebaut werden und die Rahmenbedingungen des Lastenverkehrs sollen vereinheitlicht und dabei generalüberholt werden.

Zu den konkreten Vorschlägen gehört die Wiederbelebung der "rollenden Landstraße" zwischen Regensburg und Trento, wodurch jährlich 100.000 Lkw auf die Schiene verlagert werden können. Langfristig soll der Schienenverkehr gestärkt werden, indem das Gewichtslimit von aktuell 40 auf 41 Tonnen erhöht wird, wodurch das Verlagerungspotenzial erhöht werden könnte. Auch eine Senkung der ÖBB-Energieabgabe (aktuell 15 Euro je Megawattsunde) wäre förderlich.

Im Zuge des 5-Punkte-Programms wurde auch der Konjunkturtest der Bundessparte präsentiert, welcher durchaus positiv ausfiel. Für acht von zehn befragten Transportunternehmen war die Auftragslage "zumindest ausreichend", drei von zehn Firmen beklagen den Mangel an Arbeitskräften als häufigste Behinderung ihrer Geschäftstätigkeit. „Hier brauchen wir Anreize, damit sich wieder mehr junge Menschen für den Beruf des Lokführers oder Lkw-Lenkers entscheiden“, so Klacska. Unter anderem fordert er – analog zum Pkw - die Einführung eines L17-Führerscheins auch für Lkw.
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