Fairtrade Österreich: Absatz fairer Produkte ...
 
Fairtrade Österreich

Absatz fairer Produkte durchbricht 100 Mio. Euro-Marke

Fairtrade
v.l.n.r.: Hartwig Kirner, Franziska Humbert, Werner Kiene © Fairtrade
v.l.n.r.: Hartwig Kirner, Franziska Humbert, Werner Kiene © Fairtrade

Im ständigen Bestreben um faire Arbeitsrechte wird das Fairtrade-System laufend überprüft, bedarfsorientiert erneuert und aktuellen Anforderungen angepasst.

Thema der Jahres-Pressekonferenz von Fairtrade Österreich war die Stärkung der Rechte für ArbeiterInnen im Fairtrade-System am Beispiel der Bananenindustrie: Die Banane ist mengenmäßig nach dem Apfel das beliebteste Obst der Österreicher. Die wenigsten Konsumenten wissen, dass die Situation auf Bananenplantagen für Arbeiter oft untragbar ist. "Arbeits- und Gewerkschaftsrechte werden missachtet, Löhne sind oft ausbeuterisch niedrig, und Arbeiterinnen sind vielfach krebserregenden Pestiziden ausgesetzt", bestätigt auch Dr. Franziska Humbert, Autorin der Oxfam-Studie "Bittere Bananen" und fordert Unternehmen auf, ihre Einkaufspolitik zu ändern. Der Unterschied zwischen Fairtrade und konventionell kommt bei Bananen besonders zum Tragen.

"Es ist erfreulich, dass faire Produktionsbedingungen für die österreichischen KonsumentInnen ein immer größeres Anliegen sind. Im Jahr 2011 haben sie mit ihrem täglichen Einkauf erstmals für fair gehandelte Umsätze von über 100 Mio. € (+15 Prozent) gesorgt", freut sich Hartwig Kirner, Geschäftsführer von Fairtrade Österreich, über die erneuten Zuwächse. Als Wachstumstreiber haben sich vor allem Fairtrade-Rosen (+36 Prozent auf 32,5 Mio. Stiele), -Schokolade (+8 Prozent auf 567 Tonnen), -Fruchtsaft (+16 Prozent auf 6,4 Mio. Liter) sowie Fairtrade-Kaffee (+7 Prozent auf 1.488 Tonnen) erwiesen.

"Ein Produkt mit enormem Zukunftspotential ist Reis, im vergangenen Jahr konnte hier ein Wachstum von 116 Prozent auf 350 Tonnen verzeichnet werden", so Kirner weiter.
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