LGV Frischgemüse: Acht Prozent Umsatzplus
 
LGV Frischgemüse

Acht Prozent Umsatzplus

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v.l.n.r.: Die beiden LGV-Vorstände Michael Wehofer und Florian Bell bei der Bilanzpressekonferenz.© www.kurt-kracher.at
v.l.n.r.: Die beiden LGV-Vorstände Michael Wehofer und Florian Bell bei der Bilanzpressekonferenz.© www.kurt-kracher.at

Trotz Hitzewelle im Sommer und Lichtarmut im Frühjahr sowie Frühherbst konnte die LGV Frischgemüse ihren Umsatz im Vergleich zum niedrigen Vorjahresniveau um acht Prozent steigern. Der Jahresumsatz 2015 wird etwa 68 Millionen Euro betragen.

"Heute erinnern sich die meisten nur mehr an die Hitzeperiode im Sommer, aber wir hatten 2015 das lichtärmste Frühjahr, seit es Aufzeichnungen gibt, und daher zu Saisonbeginn massive Mengeneinbußen. Das fehlende Licht führte dazu, dass die Gurkenpflanzen sich nicht richtig entwickeln konnten. Somit war ein geringerer Fruchtansatz vorhanden. Die Gurken konnten dementsprechend nicht ordentlich ausreifen", erklärt Mag. (FH) Florian Bell, Vorstand für Finanzen, Betrieb und Personal.

570 Tonnen weniger
Mit den Gurken (-9 %) bringt Bell aber nur ein Beispiel, denn auch Rispentomaten (-9,7 %) und Parika (-11 %) waren tonnagenmäßig stark rückläufig. In Summe haben die derzeit 108 LGV-Gärtner in der heurigen Saison 38.000 Tonnen geernetet, was im Vergleich zum Vorjahr einem Minus von 570 Tonnen (-3 %) an frischem Gemüse entspricht.

Preise auf Vorjahresniveau
Dass die Umsatzentwicklung positiv ist, liegt laut Michael Wehofer, Vorstand für Marketing und Verkauf, aber nicht an gestiegenen Preisen. "Die Nachfrage nach Spezialitäten wie beispielsweise Mini-Gurken, Melanzani, Mini San Marzano oder Ochsenherzen-Paradeisern steigt stark. Unsere Raritäten haben bereits einen Umsatzanteil von 39 Prozent und konnten die Mengenrückgänge abfedern." Bell ergänzt: "Mit den Spezialitäten liegen wir im Vergleich zum Vorjahr um 14 Prozent vorn." Konkret legten die Mini-Gurken umsatzmäßig um 26,7 Prozent, die Melanzani um 11,2 Prozent und die Mini San Marzano um 9,9 Prozent zu.

Wintergemüse verlängerte die Saison
Ebenfalls positiv auf die Bilanz wirkte sich der Anbau des Wintergemüses aus, mit dem die LGV-Gärtner im Winter 2014/2015 erstmals die Saison verlängerten. Besonders erfolgreich entwickelte sich der gesteckte Wiener Vogerlsalat, von dem 2015 doppelt so viel verkauft werden konnte, wie im Erntejahr 2014.

Marke kommt an
Stolz sind Bell und Wehofer auch auf die Ergebnisse der heurigen Markenumfrage des Gallupp-Instituts, bei der LGV Frischgemüse als die drittbekannteste Gemüsemarke hervorging. "62 Prozent der Befragten kennen das LGV-Logo, dass mittlerweile zu einem Gütesiegel geworden ist. Auch das hat unsere Bilanz sicherlich positiv beeinflusst", freut sich Wehofer.
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