Preismonitor: AK: Bußgelder an Konsumenten
 
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AK: Bußgelder an Konsumenten

VKI/Lisi Specht
AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic: „Es gibt einen Österreich-Aufschlag im Lebensmittelhandel – das lässt sich nicht schönreden.“ © VKI/Lisi Specht
AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic: „Es gibt einen Österreich-Aufschlag im Lebensmittelhandel – das lässt sich nicht schönreden.“ © VKI/Lisi Specht

Nachdem die Spar heute den Start des Verfahrens am Kartellgericht für diese Woche angekündigt hat – siehe Meldung hier – verknüpft die AK das Preismonitoring, diesmal ein Vergleich zwischen Preisen in Wien und München, umgehend mit Bußgeldern und Kartellgericht.

Dies zwar nicht zum ersten Mal, aber ein Zusammenhang mit dem Beginn des Spar-Verfahrens liegt irgendwie auf der Hand. Jedenfalls stellt AK-Konsumentenschützerin Gabriele Zgubic in der heutigen Aussendung fest: „Es wäre daher mehr als gerecht, wenn die zu zahlenden Bußgelder des Handels endlich für den Konsumentenschutz verwendet werden.“ Dies sei im Regierungsprogramm vereinbart, weshalb sie von der Regierung rasches Handeln einfordert. 

„Viele Österreicherinnen und Österreich haben über Jahre hinweg durch überzogene Preise für Lebensmittel draufgezahlt. Die Entscheidungen des Kartellgerichts haben unsern lang gehegten Verdacht bestätigt“, stellt Zgubic weiter fest.

Im aktuellen Preismonitor von Anfang April wurden 69 idente Marken-Lebensmittel, wie es die AK bezeichnet, bei Billa, Merkur, Spar, Eurospar und Zielpunkt in Wien und bei Edeka, Rewe, Real, Tengelmann und Kaufland in München geprüft. Dabei wurden Preisdifferenzen von bis zu 82,2 Prozent festgestellt. Gabriele Zgubic: „Es gibt einen Österreich-Aufschlag im Lebensmittelhandel – das lässt sich nicht schönreden.“
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