Verein für Konsumenteninformation: Alles in B...
 
Verein für Konsumenteninformation

Alles in Butter bei der Milch?

Tim Reckmann/pixelio.de
Bei der Kennzeichnung der Milch gibt es Verbesserungsbedarf, sagt der VKI © Tim Reckmann/pixelio.de
Bei der Kennzeichnung der Milch gibt es Verbesserungsbedarf, sagt der VKI © Tim Reckmann/pixelio.de

Ein aktueller VKI-Test ergibt: Qualitativ und geschmacklich überzeugen alle 20 getesteten Produkte, es gibt aber Mängel bei der Kennzeichnung der Milch.

Der Verein für Konsumenteninformation (VKI) hat für seinen aktuellen Milchtest 20 Produkte untersucht, auch die mittlerweile stark nachgefragte Milch in Glasflaschen. Besonders geachtet hat man auf die sogenannte ESL-Milch (Extendend Shelf Life) gelegt, die eine längere Haltbarkeit verspricht und derzeit omnipräsent ist. Geschmacklich und qualitativ gab es kaum etwas zu beanstanden, allerdings hat der VKI bei der Kennzeichnung Mängel erkannt. So findet man bei einigen Herstellern den Begriff „länger haltbar“ nur im Kleingedruckten oder auf der Rückseite der Milchpackung. Ein weiterer Hersteller lobt seine ESL-Kuhmilch wiederum als „naturbelassen“ aus und das, obwohl die Milch u.a. pasteurisiert und homogenisiert wurde.

ESL – Begriffsklärung

Milch darf den Zusatz „frisch“ dann tragen, wenn sie innerhalb einer bestimmten Zeit nach der Gewinnung weiterverarbeitet wird. Sie wird nur kurzzeitig im Rahmen der Pasteurisierung erhitzt, und das Mindesthaltbarkeitsdatum darf mit maximal 9 Tagen (in Ausnahmen mit 11 Tagen) nach dem Zeitpunkt der Wärmebehandlung angegeben werden. Bei der ESL-Milch ist das anders, sie ist in zwei Varianten erhältlich: „länger frisch“ und „länger haltbar“. Die Art der Technologie für die Haltbarmachung (z. B. hocherhitzt, pasteurisiert, filtriert) ist anzugeben. „Länger frisch“-Milch ist maximal 25 Tage haltbar, „länger haltbar“-Milch bis zu 45 Tage. Das Ausmaß der Wärmebehandlung liegt bei ESL-Milch immer noch unter der ultrahocherhitzten Milch (H-Milch).
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