QR-Code: Alles über den QR-Code
 
QR-Code

Alles über den QR-Code

Hier lesen Sie über technische Details und Anwenderbeispiele in Sachen QR-Codes.

QR steht für Quick Response (schnelle Antwort) und die dazugehörigen Codes findet man - sich rasant verbreitend - auf Plakaten, in Zeitungen und Zeitschriften, in Katalogen und auf Verpackungen. Mit einem Smartphone und einer dazugehörigen App abfotografiert leitet einem der QR-Code zumeist auf eine Homepage eines Erzeugers, Dienstleisters oder Händlers weiter, wo man entweder Näheres über ein Produkt erfahren kann, an einem Gewinnspiel teilnehmen oder gleich bestellen - da gibt es aus marketingtechnischer Sicht praktisch keine Grenzen.

Auch wenn es dem Verbraucher bei diesem „Mobile Tagging“ mittels Scannens des QR-Codes auf der Lebensmittelverpackung möglich sein sollte, die genauen Herkunfts- und Inhaltsangaben (optionale Angaben) auf der Produktwebsite sofort abzurufen, erfüllt dies noch nicht die Kennzeichnungspflichten gemäß der LMKV. Kennzeichnungen müssen nämlich leicht verständlich sein und an gut sichtbarer Stelle, deutlich lesbar auf der Lebensmittelverpackung angebracht sein (sog. Sichtfeldregel). Der Zweck der Sichtfeldregel ist es, dem Verbraucher möglichst auf einen Blick alle für ihn wesentlichen Informationen über das Produkt zu geben.

Hier einige Anwenderbeispiele aus der Praxis (zur Verfügung gestellt von der Presseabteilung der Koelnmesse mit Hinweis auf die Anuga FoodTec von 27. bis 30. März 2012):

„Kochblockaden auflösen“ ist beispielsweise das erklärte Ziel von Frosta, einem Hersteller von Tiefkühlprodukten. Das Unternehmen druckt den QR-Code auf  eine Vielzahl von Tiefkühlgemüse-Verpackungen. Der Verbraucher kann dann mit seinem Smartphone über den Code eine Mikrosite anwählen, wo er beispielsweise Rezeptideen findet. Praktischerweise kann er so auch gleich beim Einkaufen fehlende Lebensmittel besorgen. Doch damit nicht genug: Ganz im Sinne der Interaktivität und Vernetzung kann der Verwender eigene Rezeptideen einstellen und Schnittstellen zu sozialen Netzwerken wie Facebook und Twitter nutzen.
Die Verpackung als interaktiver Genussverstärker Eine andere Zielgruppe hat Coca-Cola im Visier. Gemeinsam mit dem Dosenhersteller Ball Packaging Europe, will der Getränkehersteller die Getränkedose als Link zwischen Musik und Erfrischung nutzen. Die Dosen werden mit einem QR-Code bedruckt, über den der Verbraucher mit dem Mobiltelefon eine direkte Verbindung zum Coke Musik Portal herstellt. „Die Getränkedose spricht damit gleich mehrere Sinne des Verbrauchers an – Schmecken, Hören, Sehen – und wird so zum multimedialen, interaktiven Genussverstärker“, sagt Gerlof Toenhake, Direktor Marketing bei Ball Packaging Europe.
QR-Codes werden jedoch nicht nur zur Markenkommunikation eingesetzt. Der Druckmaschinenhersteller Heidelberg hat eine Technologie zum Schutz vor Produktpiraterie entwickelt. Dabei werden die Produkte mit Sicherheitsetiketten versehen. Diese bestehen aus einem aus Kupferfäden zufällig erstellten Muster sowie einem dazu gehörenden individuellen QR-Code. Die Kombination dieser beiden Bausteine auf dem Produkt selbst oder dessen Verpackung sorgt für hohe Fälschungssicherheit und generiert für jedes einzelne Produkt eine eindeutige Identität, vergleichbar mit dem menschlichen Fingerabdruck. Mit einer speziellen Mobilsoftware (App) können die gekennzeichneten Produkte per Smartphone einfach vom Endverbraucher auf ihre Echtheit überprüft werden.
Aber nicht nur die Markenartikler, auch der Handel nutzt den QR-Code. So baut der Lebensmittel-Discounter Netto die QR-Codierung seiner Produkte aus. Nachdem alle abgepackten Obst- und Gemüse-Artikel ausgezeichnet sind, wird nun auch das Frischfleisch mit dem QR-Code ausgezeichnet. Der Kunde erhält per Smartphone Informationen über Herkunft, Qualität, Nährwert, oder Rezepte. Weitere Schubkraft hat die Verbreitung der QR-Codes durch die EHEC-Krise und andere Lebensmittelskandale erfahren. Hier zeigt sich, wie schnell sich eine Technik durchsetzen kann, wenn sie relativ unkompliziert und günstig einsetzbar ist.
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