Ikea Austria : Am 28. Juli wird Ikea 75
 
Ikea Austria

Am 28. Juli wird Ikea 75

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Das Ikea-Museum in Älmhult in Schweden © Ikea
Das Ikea-Museum in Älmhult in Schweden © Ikea

Es war 1943, als der nur 17-jährige Ingvar Kamprad eine Firma. Ihr Name – Ikea – setzt sich aus seinen Initialen sowie den Anfangsbuchstaben des Namens des elterlichen Bauernhofes Elmtaryd im Dorf Agunnaryd in Småland zusammen.

Småland war über Jahrhunderte eine der ärmsten Gegenden Schwedens. Mitte des 19. Jahrhunderts trieben Hunger und Armut fast die Hälfte der Bevölkerung Smålands in die Emigration. Die andere Hälfte rückte enger zusammen, man half sich gegenseitig, wurde erfinderisch. Dann kam die Weltwirtschaftskrise. In Küchen und Scheunen entstanden Nebenerwerbs-Kleinstunternehmen; fast jeder stellte in seiner Freizeit möglichst billig Produkte her, die die Menschen in den „reicheren“ Gegenden Schwedens brauchen konnten. Schon als Bub handelte Ingvar Kamprad, um ein paar Öre zum Lebensunterhalt beizutragen: Er verkaufte unter anderem Zündhölzer (mit ihnen fing alles an), Fische, Christbaumschmuck, Weihnachtszeitungen und Samentüten, Bleistifte und Uhren – bis er schließlich sein erstes Versandhandelsunternehmen gründete.

Vom Prospekt zum Inbusschlüssel

Vom ersten Prospekt für den eigenen Versandhandel bis zu Ingvar Kamprads Einstand als Möbelhändler war es nicht mehr weit, und der Zufall war nah: Der Milchwagen, Kamprads Haupttransporteur, änderte seine Route, sodass der Jungunternehmer schlagartig von seinen Kunden abgeschnitten war; gleichzeitig wurde eine stillgelegte Tischlerei im nahe gelegenen Älmhult zum Verkauf angeboten. Ingvar Kamprad nutzte die Gelegenheit, verlegte seinen Firmensitz in das Dorf, in dem eine Vielzahl an kleinen Möbeltischlereien existierte, und nahm 1950 auch Möbel in sein Sortiment auf.

Beim Besuch einer Möbelmesse hatte Ingvar Kamprad Gefallen am Design der Stücke gefunden, nicht aber an den Preisen, denn diese überstiegen die Möglichkeiten der Durchschnittsbevölkerung bei Weitem. Also begann er, Möbel per Katalog zu verkaufen. Dass er das zu nie dagewesenen Preisen tat, rief sehr schnell die Konkurrenz auf den Plan und führte zu Boykottdrohungen gegen seine Lieferanten. Gemeinsam fanden sie einen Weg aus der Misere: Ingvar Kamprad ließ Möbel nach eigenen Skizzen fertigen, die niemand sonst anbot und die vor allem ein Kriterium erfüllen mussten: Jedes Stück, egal ob Tisch, Sessel oder Bücherregal, musste – damals wie heute – so gebaut sein, dass es in Pakete passt; samt dem legendär gewordenen Inbusschlüssel für die Montage.

Gratulera

Seit den 1950er-Jahren kommt dieses Konzept an, und das nahm Ikea zum Anlass, eine Vintage-Möbelserie aufzulegen, um das 75-jährige Jubiläum zu feiern. Man nannte sie „Gratulera“, und sie wird in drei Wellen ausgerollt. Ab August wird den 50er- und 60er-Jahren gehuldigt, ab Oktober den 70ern und 80ern und ab Dezember kommen die 90er- und 2000er-Jahre an die Reihe. „Wir hatten das Gefühl, dass wir zum Geburtstag unsere Geschichte und das Erbe in den Mittelpunkt stellen sollten. Dazu haben wir ein paar der wichtigsten Entwürfe der vergangenen Jahre – leicht abgewandelt – neu aufgelegt“, sagt Karin Gustavsson, Creatrice der Gratulera-Kollektion.

Gratulera zum 75. Geburtstag © Ikea
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Gratulera zum 75. Geburtstag © Ikea
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