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"Am Startpunkt" startet am 3. 9. 2012

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Ab 3.9. in 35 Zielpunkt-Filialen: Das Innovationsregal „Am Startpunkt“. © Zielpunkt
Ab 3.9. in 35 Zielpunkt-Filialen: Das Innovationsregal „Am Startpunkt“. © Zielpunkt

In 35 ausgewählten Zielpunkt-Filialen in Wien (15), Niederösterreich (11), im Burgenland (3), in der Steiermark (4) und in Oberösterreich (2) wird das Innovationsregal „Am Startpunkt“ ins Rennen geschickt.

Das beim diesjährigen CASH Handelsforum in Fuschl von Zielpunkt-Vorstandsvorsitzenden und Eigentümer Jan Satek erstmals öffentlich der Industrie angekündigte Projekt wird am 3. 9. gestartet. Auf einer Regallauffläche von 3,75 m werden Innovationen aus dem Trockensortimentsbereich, in einer Kühlvitrine mit 1,5 Laufmeter Frischeartikel und in einem TK-Schrank mit Türen mit 1,5 Laufmeter TK-Produkte präsentiert. Bei der heutigen Pressekonferenz verkündete Christof Edelmann, Direktor Strategie & Kommunikation von Zielpunkt, dass mit 63 Produkten von 33 Industriepartnern der Startschuss fallen wird. Welche das sind, will Edelmann vor dem Start nicht sagen. Es ist jedenfalls ein Mix aus Food, Getränken und Non-Food von großen internationalen Konzernen und österreichischen Herstellern.

Platziert ist „Am Startpunkt“ im Kassenbereich, was grundsätzlich durch die Reduktion des Non-Food 3-Bereiches – so werden bei Zielpunkt Sonderartikel wie z. B. Textilprodukte, Radiergummi usw. bezeichnet – möglich wurde. Da die Gesamtlänge von „Am Startpunkt“ mit rund 6 m viel Raum am POS verschlingt, ist ein Roll-out in allen Filialen nicht gleichzeitig möglich bzw. wird es möglicherweise zu Größen- und Präsentationsunterschieden in manchen Filialen kommen. In die Flächenausstattung investiert Satek einen siebenstelligen Betrag, die genaue Höhe ist „Betriebsgeheimnis“. Die Kühl- und TK-Vitrinen werden jedenfalls aus der Zielpunkt-Kassa bezahlt.

Strategisch verfolgt Zielpunkt mehrere Ziele mit „Am Startpunkt: Einerseits will man stärker denn je zuvor mit der Industrie kooperativ umgehen und von dieser auch bei deren Innovationspolitik als ebenbürtiger Ansprechpartner im Vergleich mit den großen Lebensmittelhändlern wie Rewe und Spar behandelt werden. Andererseits will man sich vom Mitbewerb durch „Am Startpunkt“ aus Sicht der Verbraucher mit einem innovativen Sortiment abgrenzen und so für höhere Kundenfrequenz und mehr Umsatz sorgen. Erfolgreiche Produkte aus dem Innovationsregal sollen natürlich auch dauerhaft gelistet werden. Deshalb gibt es mit Interessenten aus der Industrie auch Gespräche darüber, ob eine Mengenproduktion überhaupt möglich wäre.

Die Entscheidung, mit welcher Innovation die Industrie bei den Category Managern von Zielpunkt antritt, liegt bei der Industrie selbst. Satek: „Dafür gibt es keine branchenüblichen Listungsgespräche“. Die Industrie bekommt außerdem eine wöchentliche Absatzauswertung. 

Der Wechsel der Produkte im „Am Startpunkt“ erfolgt alle sechs Wochen, für bis zu 70 Produkte in Summe ist Platz und die Minus-10-Prozent-Rabattaktion für Senioren jeden Mittwoch gilt auch für das Innovationsregal. Die Industrie kann sich in dieses nicht einkaufen, hat aber die Möglichkeit, mit Bodenklebern und anderen Werbemitteln direkt in der Filiale zu werben – und diese sind natürlich nicht gratis. Das Prozedere dafür: First in – first served.

Spätestens am 5.9. werden die fünf ausgewählten Testfamilien – jede erhält monatlich einen Einkaufsgutschein in der Höhe von 250 Euro – mit den Innovationen beliefert und testen, fotografieren und beschreiben die Innovationen – nachzulesen auf www.amstartpunkt.at bzw. über Facebook. Die Besten haben die größte Chance auf Einlistungen.

Jan Satek sucht mit „Am Startpunkt“ nicht nur neue Erfolgschancen für Zielpunkt und die Industrie, „sondern ich will dem Einheits-Geschmack in Österreich eine Absage erteilen. Wir leiden in Österreich an einer Produktarmut.“ Dies führt er darauf zurück, dass die Category Manager der Big Player im heimischen Lebensmittelhandel der Industrie zu wenig Raum für Innovationen geben. Satek: „Wir wollen uns vom Mainstream abheben.“
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