AMA Marketing/BML: Weiterentwickeltes Gütesie...
 
AMA Marketing/BML

Weiterentwickeltes Gütesiegel für Rinder

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Nach der Weiterentwicklung des AMA Gütesiegels für Milchkühe im Sommer, setzt man nun einen zweiten Schritt für mehr Tierwohl: Ab 2024 kommt das generelle Aus für dauernde Anbindehaltung bei Rindern. Bundesminister Norbert Totschnig kündigt ein Investitionsprogramm an.

Bei Neubauten ist die dauernde Anbindehaltung von Rindern bereits seit 2005 verboten, für bestehende Ställe sieht das Tierschutzgesetz eine Übergangsfrist bis 2030 vor. Die AMA Marketing hat jetzt im Fachgremium zusammen mit Vertretern der Landwirtschaft und der Lebensmittelkette beschlossen, das früher umzusetzen. Was für Milchkühe bereits im Sommer vereinbart wurde, gilt nun für alle Rinder-Betriebe: Ab 1.1. 2024 sollen sowohl Milch- als auch Rindfleischprodukte mit dem AMA Gütesiegel nicht mehr von Betrieben mit dauernder Anbindehaltung stammen. Davon sind laut AMA-Schätzungen noch etwa zehn bis 15 Prozent der Betriebe betroffen.

Unterstützung bei frühzeitigem Umstieg

Norbert Totschnig, Bundesminister für Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft, betont die Vorreiterrolle Österreichs bei Tierwohlstandards, die durch die Weiterentwicklung des AMA Gütesiegels weiter ausgebaut werden würde. Er weiß aber auch um die Herausforderungen, die diese Standards für die heimische Landwirtschaft mit sich bringen und kündigt Unterstützungen für alle an, die den Umstieg frühzeitig vollziehen. "Darum schnüre ich ein Investitionsprogramm, um Betriebe, die bis Ende 2027 umsteigen, zu unterstützen", so Totschnig wörtlich. Ziel ist, Betriebe, die bis zu zwei Jahre vor der gesetzlichen Frist aus der dauernden Anbindehaltung umsteigen – also bis Ende 2027 – finanziell unter die Arme zu greifen. Dafür stehen 30 Millionen. Euro jährlich zur Verfügung. Der Start soll Anfang 2023 erfolgen.
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