Flugblatt: An einen Haushalt
 
Flugblatt

An einen Haushalt

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Beliebt bei Alt und Jung - das Flugblatt
Beliebt bei Alt und Jung - das Flugblatt

Marketingabteilungen, die sich für das Flugblatt als Infomedium entscheiden, fahren durchwegs auf der Siegerstraße. Zum einen, weil es sich im Marketing-Mix hervorragend zu behaupten versteht, und zum anderen, weil das Medium Flugblatt mit hohen Sympathiewerten seitens der Konsumenten gesegnet ist.

Das gemeinsam von Post, Marketagent.com und TMC The Media Consultants erhobene Branchen-Tracking für insgesamt zwölf Branchen bringt es eindrucksvoll an den Tag: Das Flugblatt respektive das Prospekt ist für den Konsumenten das mit Abstand beliebteste Werbemittel. Interessant dabei: Erstmals hat man nun die Möglichkeit, die Zusammenhänge zwischen Image, Akzeptanz und Motivationskraft zu ermitteln. Und: Es besteht ein positiver Konnex zwischen Produkt-Informationsinteresse und gestützter Werbeerinnerung.

Hofer-Flugblätter gefallen am besten
Sieht man sich im jüngsten Branchen-Tracking den Lebensmittel-Einzelhandel genauer an, so fällt auf, dass sich 83 Prozent an Hofer-Werbung erinnern, 81 Prozent an jene von Billa und 78 Prozent an die von Spar, Eurospar und Interspar. Merkur, Lidl, Penny und Zielpunkt bilden das Mittelfeld, Adeg, Nah&Frisch sowie Plus die Schlusslichter. Interessant ist, dass sich nur 30 Prozent an Werbung von Plus erinnerten, hingegen 50 Prozent an die von Zielpunkt. Was im Grunde ein untrügliches Zeichen dafür ist, dass die Österreicher die Marke Plus nie wirklich akzeptieren konnten.

Auf die Frage, ob ihnen die Werbung der Handelsketten gefallen hat, haben die befragten Konsumenten bei Hofer zu 25 Prozent mit Ja geantwortet, bei Billa, Spar und Merkur zu 20 Prozent, aber nur zu 10 Prozent bei Adeg, Nah&Frisch und Plus.

Nicht zuletzt aufgrund der punktuell gesetzten Werbeimpulse repektive der medienspezifischen Frequenz erinnerten sich die meisten Konsumenten fast ausschließlich an die Flugblätter, wobei auch hier wieder Hofer mit 88 Prozent den mit Abstand höchsten subjektiven Erinnerungswert erzielen konnte.

Marketing-Entscheider sind anders
Wie stark das Flugblatt im Gegensatz zu den anderen Werbeträgern in Erinnerung bleibt, sieht man auch daran, dass der Maximalwert bei TV-Spots bei 35 Prozent (Nah&Frisch), bei Inseraten in Tageszeitungen bei 17 Prozent (Hofer) sowie bei Radiowerbung bei 14 Prozent (Merkur) liegt. An die Flugblätter hingegen konnten sich im schlechtesten Fall 60 Prozent (Adeg und MPreis) erinnern.

Kein Wunder also, dass das Flugblatt auch die unangefochtene Nummer 1 bei Kaufentscheidungen ist, nämlich zu 55 Prozent, gefolgt vom Direct Marketing (33 %), Online-Werbung (28 %) und Inseraten in Magazinen bzw. Fernsehspots (27 %). Ein Vergleich mit der Einschätzung von Marketing-Entscheidern lässt aufhorchen. Denn diese sind der Meinung, dass das Flugblatt die Konsumenten für eine Kaufentscheidung um keinen Deut mehr beeinflussen als Direct Mails (34 %). Da klafft also noch eine gehörige (Wissens-) Lücke.

Hohe Sympathiewerte
Auch was die Sympathie betrifft, hat das Flugblatt bei den Konsumenten mit Riesenabstand die Nase vorn. Aber: Während das Flugblatt für 54 Prozent der Konsumenten die höchsten Sympathiewerte hat, trifft dies nur auf 13 Prozent der Marketing-Entscheider zu. Diese wiederum empfinden Inserate in Magazinen am sympathischsten (zu 36 %), was jedoch in der Meinung der Konsumenten nur zu 14 Prozent zutrifft. Ähnliche Divergenzen findet man beim Plakat – 29 % der Marketing-Entscheider finden es sympathisch, aber nur 15 Prozent der Konsumenten – und bei der Kinowerbung. Diese finden immerhin 20 Prozent der Marketing-Manager mit hohen Sympathiewerten gesegnet, hingegen nur 5 Prozent der Konsumenten.

Ein Blick in die soziodemografischen Strukturen beweist, dass sich Männer stärker an LEH-Werbung erinnern als Frauen, vor allem dann, wenn diese in Magazinen, im Radio und am Plakat zu sehen bzw. zu hören ist. Beim Flugblatt ist es im Übrigen wie beim Direct Mail durchaus ausgeglichen.

Prospekt award 2008: Hofer und Interspar holen Gold
Mittlerweile bereits zum dritten Mal prämierte die Österreichische Post AG gestern im Rahmen der Columbus Gala des DMVÖ (Dialog Marketing Verband Österreich) die Sieger im Rennen um die kreativsten und erfolgreichsten Werbeprospekte des vergangenen Jahres.

Der begehrte Prospekt Award 2008 wurde in vier Kategorien verliehen. In jeder Kategorie konnten sich fünf Einreicher als Nominierte qualifizieren, aus denen die Platzierungen Gold, Silber und Bronze ausgewählt wurden. Bei den „Verbrauchsgütern kurzfristig“ dominierten die großen Handelsorganisationen. Hofer erhielt Gold für seine Flugblätter, Spar freute sich über Silber und Billa über  Bronze.

In der Kategorie „Gebrauchsgüter mittelfristig“ kämpften Unternehmen unterschiedlicher Branchen um die Plätze. Interspar konnte mit Gold das Rennen für sich entscheiden, C&A  erhielt für Textilien Silber, Bellaflora wurde mit Bronze belohnt. Bei den „Gebrauchsgütern langfristig“ schafften es zwei Möbelhäuser auf die ersten beiden Ränge, Leiner erhielt Gold und XXXLutz Silber. Bronze wurde an die Automarke Mazda verliehen.

Und: In der Kategorie „Dienstleistungen“ punktete das Österreichische Verkehrsbüro mit Gold, SalzburgerLand Tourismus errang Silber und der Anbieter von Fitnesseinrichtungen VC-Fitness GmbH ging mit der Bronze-Platzierung nach Hause.
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