CASH Handelsforum: Andrä Rupprechter: Kaminge...
 
CASH Handelsforum

Andrä Rupprechter: Kamingespräch

Johannes Brunnbauer
Dagmar Lang und Andrä Rupprechter © Johannes Brunnbauer
Dagmar Lang und Andrä Rupprechter © Johannes Brunnbauer

Den traditionellen Auftakt des CASH Handelsforums bildete auch heuer wieder das von Manstein Verlag-Geschäftsführerin und CASH-Herausgeberin Mag. Dagmar Lang, MBA moderierte Kamingespräch, bei dem diesmal Bundesminister DI Andrä Rupprechter zu Gast war.

Der Gesprächsbogen spannte sich dabei vom Transatlantischen Freihandelsabkommen TTIP über den Anbau von gentechnisch veränderten Organismen bis hin zur Reduktion des Plastiksackerlverbrauchs in Österreichs.
Hinsichtlich TTIP ortete Rupprechter für Europa keine Überschwemmungsgefahr mit Lebensmitteln aus "fragwürdiger" Billigproduktion. Diese würden laut Rupprechter nämlich nicht den Wünschen der eher qualitativ orientierten europäischen Konsumenten entsprechen. Umgekehrt sieht der Landwirtschaftsminister jedoch in den USA einen relevanten Markt für Lebensmittel aus Europa, der mit einem abgeschlossenem Freihandelsabkommen besser bedient werden könnte.
Weiters sprach sich Rupprechter klar gegen den Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen auf Österreichs Feldern aus. Er bezeichnete vielmehr die GVO-Freiheit als Chance für die österreichische Landwirtschaft auf den Weltmärkten.
Applaus erntete Rupprechter für seine Ankündigung, bei der EU-weit angestrebten Reduktion des Plastiksackerlverbrauchs nicht auf Gesetze sondern die freiwillige Eigenverantwortung zu setzen. In diesem Zusammenhang befinde man sich in konstruktiven Gesprächen mit dem österreichischen Handel, sodass es Rupprechter als realistisch erachtet, den ohnehin schon niedrigen österreichischen Wert von rund 50 Plastiksackerln pro Kopf und Jahr auf 25 Stück bis 2019 zu halbieren. 
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