Karriere.at: Arbeit mit nach Hause nehmen
 
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Arbeit mit nach Hause nehmen

Ludwig Ecker/karriere.at
Antworten der Arbeitnehmer auf die Gretchenfrage © Ludwig Ecker/karriere.at
Antworten der Arbeitnehmer auf die Gretchenfrage © Ludwig Ecker/karriere.at

Eine Online-Umfrage von Karriere.at ergab, dass es für viele Arbeitnehmer nicht ungewöhnlich zu sein scheint, Arbeit mit nach Hause zu nehmen.

575 Arbeitnehmer haben an der Online-Umfrage auf karriere.at teilgenommen: Zirka ein Drittel (34 Prozent) sagt, aus Prinzip nur am Arbeitsplatz zu arbeiten. 13 Prozent geben an, häufig Arbeit mit nach Hause zu bringen, weil die Aufgaben sonst nicht bewältigt werden könnten. Die Hälfte der Befragten hat schon das eine oder andere Mal Berufliches daheim erledigt. Auch das Folgende kennt man: Daheim arbeiten, um die nötige Ruhe zu haben, die man für gewisse Tasks braucht. Zirka jeder Fünfte (22 Prozent) tut das gelegentlich daheim, jeder Dritte (31 Prozent) tut das nur selten, wenn Wichtiges nicht fertig wurde.

Fragt man Vertreter der Unternehmensseite, Führungskräfte, dann sieht das Ergebnis der Online-Umfrage ähnlich aus. 42 Prozent der Befragten (156 Unternehmensvertreter) haben noch nie von zu Hause ausgearbeitet – ein höherer Prozentsatz als bei den Arbeitnehmern. Das Bild vom ständig arbeitenden Chef scheint also ein Trugbild zu sein. Wichtiges, das nicht liegen bleiben darf, arbeiten 29 Prozent daheim ab, und wegen der Ruhe arbeiten 20 Prozent ab und zu daheim. Neun Prozent der teilnehmenden HR- Manager, Führungskräfte und Unternehmer erledigen häufig Arbeitsaufgaben von zu Hause aus – ein niedrigerer Prozentsatz als bei den Arbeitnehmern.

Thomas Olbrich, Chief Culture Officer bei karriere.at, hat folgende Erklärung: „Dass mehr Unternehmensvertreter als Arbeitnehmer prinzipiell nur an ihrem Schreibtisch im Unternehmen arbeiten, lässt sich damit erklären, dass pünktliches Verlassen des Arbeitsplatzes in Führungskreisen eher kritisch beäugt wird als bei Arbeitnehmern. Es ist nach wie vor so, dass der Respekt der Mitarbeiter irgendwann schwinden kann, wenn der Chef immer früher nach Hause geht als die gesamte Belegschaft. „Generell kann es schon passieren, dass Liegengebliebenes in seltenen Fällen von zu Hause aus erledigt wird – zum Regelfall sollte das aber weder für Arbeitnehmer noch für Unternehmensvertreter werden.“

Antworten der Führungskräfte auf die Gretchenfrage © Ludwig Ecker/karriere.at
Ludwig Ecker/karriere.at
Antworten der Führungskräfte auf die Gretchenfrage © Ludwig Ecker/karriere.at
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