CASH+/Barilla: Kein Auslistungsthema in Öster...
 
CASH+/Barilla

Kein Auslistungsthema in Österreich

Barilla

Medienberichten zufolge hat die Rewe Group in Deutschland Barilla Produkte aus ihren Supermarkt-Regalen verbannt. Grund dafür sei eine geforderte Preiserhöhung des Teigwarenproduzenten. In Österreich laufen ebenfalls Verhandlungen über Preisanpassungen - Auslistungen seien aber aktuell kein Thema, wie CASH auf Nachfrage von Barilla Österreich-Geschäftsführer Matthias Spieß erfuhr.

"Wir verzeichnen aufgrund der aktuellen Lage im Zusammenhang mit dem Coronavirus eine sprunghaft gestiegene Nachfrage nach unseren Produkten, die vereinzelt zu Regallücken führt. Wir arbeiten aber eng mit unseren Handelspartnern zusammen, um die Warenverfügbarkeit sicherzustellen", so Spieß. In den italienischen Produktionsstätten gebe es keinerlei Einschränkungen; die Produktsicherheit sowie die Produktionsfähigkeit seien weiterhin voll und ganz gegeben.

Preisverhandlungen auch in Österreich
Während die Rewe Group in Deutschland Barilla Produkte medienwirksam ausgelistet hat, ist eine solche Vorgehensweise in Österreich derzeit aber noch kein Thema. Spieß: "Wir haben bereits im November des Vorjahres Preisanpassungen kommuniziert, die demzufolge auch nicht im Zusammenhang mit dem Coronavirus stehen. Seitdem laufen Verhandlungen mit all unseren Handelspartnern." Notwendig seien die Preiserhöhungen aufgrund eines signifikanten Anstiegs der Rohstoffkosten - insbesondere Hartweizen habe sich stark verteuert. Vor dem Hintergrund massiver Investitionen in Nachhaltigkeit, Innovationen und Rezepturverbesserungen könne man die gesteigerten Kosten langfristig nicht mehr abfangen und hoffe demnach eine zufriedenstellende Lösung für beide Seiten erzielen zu können. Auch Rewe International-Pressesprecher Paul Pöttschacher bestätigt die Gespräche mit Barilla und dass derzeit alle Produkte des Teigwarenherstellers in den verschiedensten Handelsketten des Unternehmens erhältlich sind. "Wie sich die Situation entwickelt, könne man derzeit aber nicht sagen", betont Pöttschacher.
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