Marketagent: Beim Einkauf ein Gewohnheitstier
 
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Beim Einkauf ein Gewohnheitstier

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Das digitale Markt- und Meinungsforschungsinstitut Marketagent.com hat das Einkaufsverhalten der Österreicher untersucht.

Wer im Supermarkt vor den vollen Regalen steht, kennt das vielleicht: Manchmal fragt man sich, worin der Unterschied zwischen Ware A und Ware B besteht. Welche Kriterien habe ich beim Kauf eines gewissen Produkts? Warum tue ich dies und nicht jenes ins Einkaufswagerl? – Marketagent.com hat sich in einer österreichweiten repräsentativen Umfrage diesen Kriterien, die fürs Einkaufsverhalten entscheidend sind, gewidmet. Das Ergebnis vorweg: Die Österreicher sind beim Einkaufen Gewohnheitstiere.

An dieser Stelle eine Präzisierung: Da letztlich die Qualität (und nicht die Quantität) eines Produkts entscheidet, war es bei der Umfrage auch gut zu fragen, inwieweit die Österreicher bereit sind, für einen Markenartikel einen Aufpreis zu bezahlen. Das heißt aber nicht, dass No-name-Produkte verpönt sind, immerhin treffen 80 Prozent der Befragten ihre Kaufentscheidung nach einem Preisvergleich (gerne auch auf der Basis einer eingehenden Prospektlektüre).

Sieben von zehn Österreichern gehen gerne einkaufen, das betrifft Produkte des täglichen Bedarfs. Zwei Drittel benützen dabei eine Einkaufsliste (eher Frauen und ältere Menschen). Man lässt sich dabei von der Informationsquelle Nummer 1 inspirieren: vom Flugblatt bzw. vom Prospekt. Steht man dann im Laden, kommt das Gewohnheitstier durch: Der typische Wochenendeinkauf besteht im Durchschnitt zu 84 Prozent aus regelmäßig gekauften Artikeln, nur 16 Prozent der Produkte werden zum ersten Mal ausprobiert. Die Experimentierfreudigkeit beim Einkauf sinkt hier mit zunehmendem Alter. Auch die Preissensibilität beeinflusst die Produktauswahl: Je stärker auf den Preis geachtet wird, desto weniger sind die Einkäufer offen für Neues.

Produktauswahl

Die wichtigsten Kriterien für die Produktauswahl sind Preis-Leistungs-Verhältnis (96 Prozent), hohe Qualität, frisches Aussehen, gute Erfahrung mit der Marke und Preisaktionen (Sonderangebote). Hier ist auch klar, dass bei betuchten Kunden der Preis eine untergeordnete Rolle spielt. Kunden, die zum Diskonter gehen, sind deutlich preissensibler als andere. Das Niveau der Preise hierzulande wird von einer satten Dreiviertelmehrheit als zu hoch empfunden.

Markenbewusstsein

Stark in unseren Köpfen verankert sind Marken aus den Bereichen Kaffee und Tee, Fleisch und Wurstwaren sowie alkoholische Getränken, sagt die Studie. Markenartikel punkten für die Befragten im Vergleich mit den Handelsmarken vor allem mit ihrer langen Tradition, der breiten Verfügbarkeit und ihrem hohen Wiedererkennungswert. Sieben von zehn Österreichern haben ein sicheres Gefühl bei Markenartikeln und den Eindruck, zu wissen, was sie hier bekommen. Im Gegensatz dazu sind vor allem der niedrige Preis und das gute Preis-Leistungs-Verhältnis die Stärken der Handelsmarken im direkten Vergleich. Acht von zehn Befragten sind übrigens der Meinung, dass sich hinter Handelsmarken ebenfalls Markenartikel verstecken. Aber mehr als drei Viertel der Österreicher stehen Handelsmarken positiv gegenüber.

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