WKO: Beraten statt Strafen
 
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Beraten statt Strafen

Sozialministerin Hartinger-Klein hat den aus 2016 stammenden Zielwerte-Erlass für das Arbeitsinspektorat aufgehoben. Die Wirtschaftskammer begrüßt das.

Der Rechnungshof hat 2013 das Fehlen von Zielvorgaben für die Arbeitsinspektoren bemängelt, worauf mit besagtem Erlass reagiert wurde, der allerdings das Strafen in den Fokus gestellt hat. Das soll nun anders werden: Anstatt Strafen zu verhängen soll nun ein Mehr an Beratung dazu führen, dass viele Mängel am Arbeitsplatz erst gar nicht entstehen. Die Arbeitsinspektorate sollen demnach verstärkt als Anlaufstellen für Unternehmer positioniert werden. Handelsobmann Peter Buchmüller: „Die Aufhebung von Beanstandungs- und Strafquoten und die bessere Verankerung von ‚Beraten statt bestrafen‘ sind grundvernünftige Maßnahmen.“

„Überregulierung und einander oft diametral widersprechende Bestimmungen bereiteten den Unternehmen Probleme, die es auch Händlern schwermachten, ihren Kernaufgaben ungehindert nachkommen zu können, so Buchmüller in einer WKO-Aussendung. Denn Arbeitnehmerschutz sei in Österreich überreglementiert. Es existiere eine große Zahl an Bestimmungen und Zuständigkeiten auf allen möglichen Ebenen. Die nun getroffene Regelung sei aus WKO-Sicht eine praxistaugliche Maßnahme. Man bekenne sich zum Arbeitnehmerschutz, und Überprüfungen und Kontrollen der heimischen Arbeitsstätten seien ein wichtiger Beitrag, wenn es darum geht, die Arbeitssicherheit zu erhöhen.
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