Postämter-Schließungen: Bereits 300 Postpartn...
 
Postämter-Schließungen

Bereits 300 Postpartner sichern Versorgung

Im Zuge der Postämter-Schließungen sind es vor allem die Handelsunternehmen, die in Österreich die Versorgung der Bevölkerung mit Postdienstleistungen sichern.

Insgesamt gibt es bereits 300 Postpartner.

Vom Modell "Postpartner" profitieren alle Beteiligten, wie Erich Lemler, Obmann der Bundessparte Handel der Wirtschaftskkammer Österreich (WKÖ), unterstreicht: "Die Konsumenten müssen dank der Postpartner im Ort nicht auf die üblichen Postdienstleistungen verzichten. Geschäfte haben darüber hinaus vielfach längere Öffnungszeiten. Zudem lassen sich damit an einem Ort - im Sinne von multifunktionaler Nahversorgung - gleich eine Vielzahl von Erledigungen tätigen. Für die Post sind dadurch Einsparungen möglich. Und der ländliche Raum profitiert, weil die Postpartner insbesondere dort eine Stärkung der Nahversorgung bedeuten."

"Durch intensive Bemühungen der Bundessparte Handel konnten die Konditionen für die Abgeltung der Leistungen sowohl für bestehende als auch für neue Postpartnerschaften verbessert werden. Alle Postpartner erhalten eine Qualitätsprämie von bis zu 3.000 Euro pro Jahr. Darüber hinaus übernimmt die Post die EDV-Kosten der Post.Partner in der Höhe von rund 600 Euro pro Jahr. Diese Vergütungen erhalten die Postpartner zusätzlich zu den bestehenden Provisionen, beispielsweise 19 Cent pro Annahme eines Briefes, 94 Cent für die Annahme und 70 Cent für die Abgabe eines Paketes, die auch weiterhin jährlich der Inflationsrate angepasst werden", so der Handelsobmann. 

Bei einem jährlichen Mehrumsatz mit Post-Dienstleistungen von durchschnittlich 10.000 Euro pro Postpartner bedeuten diese Verbesserungen eine Erhöhung von im Schnitt 36 Prozent. "Umfragen zeigen, dass die Angebote der Postpartner bei den Kunden auf hohe Zufriedenheit stoßen", so Handelsobmann Lemler abschließend.
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