Rewe International AG: Billa forciert das Onl...
 
Rewe International AG

Billa forciert das Online-Geschäft

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Mag. Josef Siess (Vorstand der Billa AG) und Mag. Volker Hornsteiner (Vorstandssprecher der Billa AG) zeigen es vor: Ab sofort kann auch direkt vom Plakat via QR-Code eingekauft werden. (Foto: Billa AG/APA-Fotoservice/Roßboth)
Mag. Josef Siess (Vorstand der Billa AG) und Mag. Volker Hornsteiner (Vorstandssprecher der Billa AG) zeigen es vor: Ab sofort kann auch direkt vom Plakat via QR-Code eingekauft werden. (Foto: Billa AG/APA-Fotoservice/Roßboth)

Die größte österreichische Rewe-Tochter verpasst ihrem Online-Shop einen völlig neuen Auftritt, launcht dafür eine eigene App und setzt mit einer innovativen Plakatkampagne wichtige Schritte in die Zukunft.

Seit 1999 gibt es bereits den Billa Online-Shop, sammelte man also Erfahrung im E-Commerce. Mit einem ganz klaren Zusatzsignal. „Wir sehen, dass die Nachfrage nach Lieferservices im Lebensmittelhandel zunehmend steigt und gerade in den letzten Jahren besonders stark zugenommen hat“, erläutert billa Vorstandssprecher Volker Hornsteiner. Billa verzeichnet im Online-Geschäft seit Jahren einen starken Aufwärtstrend, konnte man doch in den vergangenen fünf Jahren ein Umsatzplus im Online-Handel von 300 Prozent erwirtschaften. Hornsteiner: "Alleine zwischen 2011 und 2012 stieg der Umsatz in diesem Bereich um mehr als 50 Prozent". Zwar liege der Online-Umsatz laut Hornsteiner unter einem Prozent vom Gesamtumsatz, doch besteche dieser durch einen hohen Wachstumswert und einen hohen Umsatz pro Einkauf, nämlich beachtenswerte 80 Euro (Zum Vergleich: Der Durchschnittseinkauf in einer Billa-Filiale beträgt 13 Euro).

„Durch den stetigen Ausbau unserer Online-Kompetenz haben wir in den letzten Jahren vor allem im Online-Bereich ein gutes Gefühl für die Wünsche unserer Kunden bekommen und sehr viel Know-How dazugewonnen“, so Billa-Vorstand Josef Siess. So gibt es also im neuen Billa Onlineshop zahlreiche Neuerungen, etwa eine Weiterentwicklung der Suchfunktion und mit Jahresende eine erweiterte Filterfunktion sowie eine automatische Anpassung des Designs an Tablet-PCs. Ebenso wurde die Bedienung und Navigation in verschieden Bereichen stark verbessert. So ist etwa das Speichern von Warenkörben wie auch die Option der Kreditkartenzahlung ab nun möglich. Das Produktsortiment wurde von knapp 4.500 auf 5.000 aufgestockt und das Design an aktuelle Trends und Kundenwünsche angepasst. Zur Abrundung erhält der Billa Onlineshop noch ein neues Logo.

Begleitet wird die Billa Online-Offensive von einer innovativen Printkampagne. Dabei werden in Wien knapp 1.200 Citylights, 400 Plakatwände und 30 Wartehallen mit virtuellen Einkaufsregalen bestückt. Verschiedene Produkte (insgesamt knapp 50) sind dort zu sehen und können ganz einfach per Smartphone eingekauft werden. Kunden können so Produkte via QR-Code mit ihrem Smartphone einscannen und ihre Bestellung direkt vor Ort erledigen. Darüber hinaus hat Billa eine eigene Einkaufs-App für das Smartphone entwickelt, die auch einen QR- & EAN-Code Scanner integriert hat, um die EAN-Codes der zu bestellenden Produkte direkt von der Verpackung einscannen zu können. Diese nützliche Zusatzfunktion ermöglicht es, Einkaufslisten systematisch über mehrere Tage zusammenzustellen, indem die gewünschten Produkte einfach eingescannt werden. Um die steigenden Aufträge auch zukünftig abwickeln zu können, wird Billa ab Herbst zusätzlich zu den beiden bisherigen Auslieferungsfilialen im 22. und im 10. Bezirk eine weitere in der Wiener Perfektastrasse (23. Bezirk) ausbauen. Gerade der Westen und Süden Wiens soll so noch besser abgedeckt werden. Und: Ziel ist es innerhalb von drei Jahren in sämtlichen Bundesländer-Hauptstädten ebenfalls mindestens eine Auslieferungsfiliale für das Online-Geschäft zu haben.

Hornsteiner betont aber, dass das Online-Geschäft im Lebensmittelhandel immer nur einen ergänzenden Charakter zum stationären Lebensmittelhandel haben kann: „Eingekauft wird dennoch hauptsächlich in den Filialen. Im Unterschied zu anderen Branchen will der größte Teil unserer Kunden die Lebensmittel nach wie vor selbst aussuchen und angreifen.“ Dennoch wolle man mit dem runderneuerten Billa Online-Shop bewusst die jüngeren „Multichannel-Shopper“, aber auch immobile Kunden als Zielgruppen ansprechen. Siess sieht einen weiteren strategischen Vorteil, der sich aus der Forcierung des Online-Lebensmittelhandels ergibt: „Wir sehen, dass die zunehmende Online-Nutzung der Kunden ein steigendes Bedürfnis nach Interaktion zur Folge hat – eine Tatsache, die es uns ermöglicht, mit unseren Kunden Beziehungen aufzubauen, die bis vor wenigen Jahren in dieser Form noch nicht möglich gewesen wären. Wir können so in Echtzeit herausfinden, was sich unsere Kunden von uns wünschen und unser Angebot entsprechend anpassen.“

Als besonderes Einstiegszuckerl bietet Billa das Lieferservice in den ersten beiden Wochen für die ersten 50 Kilogramm um einen Euro an, später wird man dann wie bisher 5,99 Euro verlangen. Geliefert wird täglich von 9 Uhr früh bis in die Abendstunden, an Samstagen bis 18 Uhr. Die Kunden sollten zuhause sein, da es wichtig ist, vor allem bei gekühlten und tiefgekühlten Produkten die Kühlkette durch Abgabe beim Nachbarn oder sonstwo nicht unterbrechen zu müssen. Bezhalt wird direkt bei der Lieferung - bar, via Bankomat oder Kreditkarte. Eine Online-Zahlungsmöglichkeit ist in Arbeit.
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