Billa: Billa zieht sich aus Polen zurück
 
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Billa zieht sich aus Polen zurück

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Die Rewe Group trennt sich von ihren polnischen Billa-Supermärkten. Die 25 Filialen der Vertriebslinie Billa werden samt den 1.600 Mitarbeitern von der französischen Handelsgruppe E.Leclerc übernommen, die in Polen bereits 20 Lebensmittelmärkte unterhält. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Die Zustimmung der polnischen Kartellbehörde steht noch aus.

Alain Caparros, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group: "Die Transaktion erfolgte im Rahmen eines Bieterverfahrens. Ich freue mich sehr, dass E.Leclerc den Zuschlag in Polen bekommen hat und dass sie nun mit einer kritischen Masse am Markt agieren können."


Billa Polen hat im vergangenen Jahr mit rund 1.600 Mitarbeitern einen Umsatz von etwa 100 Millionen Euro erwirtschaftet. Die Filialen liegen hauptsächlich im Süden des Landes. Die Rewe Group ist auf dem reifen und sehr wettbewerbsintensiven polnischen Markt seit 1996 aktiv.

Die Kölner Unternehmensgruppe konzentriert sich in Polen künftig auf den Abholgroßhandel, den sie unter der Marke Selgros betreibt. Dieser baut seine unangefochtene Position als Nummer zwei im polnischen Cash-und-Carry-Geschäft weiter aus. Zu den derzeit zwölf Großmärkten kommen bis Ende nächsten Jahres drei Standorte hinzu.

Auch im übrigen Osteuropa, wo sie über starke Marktpositionen verfügt, treibt die Rewe Group ihre Expansion voran und eröffnet dort allein dieses Jahr mehr als 140 neue Märkte. Der Kölner Handelskonzern ist noch in zehn weiteren Ländern der Region unter anderem mit Supermärkten, Discountern und Cash-und-Carry-Märkten vertreten.
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