Sports Direct: Billigsportartikel als Ladenhü...
 
Sports Direct

Billigsportartikel als Ladenhüter

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Die Philosophie der Engländer - ohne große Markenartikel eher auf Billigprodukte zu setzen - zieht in Österreich nicht. Die Folge: massive Umsatzverluste und jede Menge Imageeinbußen.

Mit einem Rekordverlust von 45 Millionen Euro im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/15 und einem Umsazrückgang von 40 Prozent in den letzten beiden Geschäftsjahren kann man wahrlich nicht gerade von einer Erfolgsbilanz sprechen.

Als der britische Sportartikelhändler vor rund vier Jahren die österreichische Sportartikelkette Eybl übernahm, machte man einen strategischen Karidanlfehler: Man listete sukzessive bestens bekannte und beliebte Qualitätsmarken aus und ersetzte das Sortiment durch Billigprodukte und Eigenmarken mit einem Anteil am Gesamtsortiment von 60 Prozent. Dazu vergaß man auf die in Österreich so wichtigen Serviceaktivitäten sowie ein gewisses Level an Kundenberatung.

Und: Man brandete kurzerhand die Eybl-Outlets auf Sports Direct um, was man zwar vor rund zwei Jahren bei einigen umsatzstarken Standorten wieder revidierte, der Umsatzzug jedoch bereits abgefahren war. Doch die Kunden blieben weiterhin aus - diese wanderten zum Teil ins Internet aus oder zur Konkurrenz wie Intersport, Hervis, Sport2000 usw. Das Ergebnis: Die Umsatz- und Imagereise geht weiter talwärts.

Wie und ob die Briten das Ruder herumreißen können, steht unter anderem auch wegen des wetterbdingten miesen Wintergeschäfts im Sportartikelhandel in den Sternen. Abgesehen davon sind einige Trends unverkennbar: Skier und Eislaufschuhe werden zusehends immer öfter ausgeliehen als gekauft, Rodeln, Skibobs & Co. sind definitiv out und sowohl der Schuhfachhandel als auch die Bekleidungsgeschäfte haben ihre Sportabteilungen mitunter im großen Stil ausgebaut.
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