Branchenradar: Österreich kauft weniger Sport...
 
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Österreich kauft weniger Sportartikel

Roman - stock.adobe.com

Das Coronajahr 2020 wirkt sich auch auf den Sportartikelhandel aus. Wie die aktuelle Marktanalyse von branchenradar.com ergab, werden die österreichischen Haushalte heuer um rund fünf Prozent weniger für Sportartikel und -gewand ausgeben.

Rund 1,5 Milliarden Euro gaben die Österreicher im Vorjahr für Sportartikel aus, davon rund 60 Prozent für Sportgeräte, den Rest für Sportausrüstung, primär für Bekleidung. Im Vergleich mit 2018 war das eine satte Umsatzsteigerung um 5,7 Prozent.
Heuer hingegen bahnt sich in etwa im gleichen Maße wiederum ein Rückgang an. Die Ursachen für die diesbezügliche Zurückhaltung der Österreicher liegen auf der Hand: Denn abgesehen davon, dass als Folge des Lockdowns im stationären Handel im Frühjahr rund zwei Monate lang gar nicht eingekauft werden konnte, sind auch die Rahmenbedingungen seit der Wiedereröffnung nicht ganz so ideal wie sie manchen zu sein scheinen. Die sinkende Kauflaune macht nämlich auch nicht vorm Sportartikelhandel halt. Das Anprobieren neuer Sportbekleidung mit Maske ist für viele eine Tortur. Der geplante Winterurlaub stand infolge steigender Covid-Infektionszahlen vielerorts von Haus aus auf wackeligen Beinen. Momentan sorgen die neuerlichen Sperren der Hotellerie für zusätzliche Verunsicherung. Dazu kommt jedoch noch ein Aspekt: Das Fehlen der ausländischen Gäste, die sehr gerne und sehr oft ihre Ausrüstung erst vor Ort in einem der Wintersportorte kauften, wirkt sich logischerweise ebenfalls spürbar aus.
Besonders betroffen davon war und ist der stationäre Sportartikelhandel, der mit einem Umsatzrückgang von acht Prozent zu rechnen haben wird. Der Onlinehandel hingegen boomt stärker denn je und wird das heurige Jahr mit hoher Wahrscheinlichkeit mit einem Plus von 14 Prozent abschließen.
Die gesamte branchenradar-Studie zu den Haushaltsausgaben in Österreich 2020 ist hier bestellbar.
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