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BM für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort

EU-Handelsabkommen mit Vietnam tritt in Kraft

ThuyHaBich - pixabay.com
Im vergangenen Jahr exportierte Vietnam, dessen Reisfelder charakteristisch für das Hauptanbauprodukt des Landes sind, 18,4 Prozent der Güter nach Europa.
Im vergangenen Jahr exportierte Vietnam, dessen Reisfelder charakteristisch für das Hauptanbauprodukt des Landes sind, 18,4 Prozent der Güter nach Europa.

Das neue EU-Handelsabkommen mit Vietnam öffnet die Türen zu einem Zukunftsmarkt.

"Eine aktive Handelspolitik ist ein entscheidender Motor für die Entwicklung eines internationalen Wirtschaftsstandortes wie Österreich. Das EU-Handelsabkommen mit Vietnam ist gerade jetzt ein wichtiger Impuls für die Exportwirtschaft und öffnet den österreichischen und europäischen Unternehmen den Zugang zu einem stark wachsenden Markt", so Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck anlässlich des heute in Kraft tretenden EU-Vietnam-Abkommens.

Dank des Abkommens werden mehr als 99 Prozent der Zölle auf Waren, die zwischen beiden Seiten gehandelt werden, abgeschafft. 65 Prozent der Einfuhrzölle auf EU-Ausfuhren werden von Vietnam nun beseitigt, die verbleibenden Zölle schrittweise innerhalb von zehn Jahren abgebaut. Beide Vertragspartner gehen Verpflichtungen zur Absicherung hoher Schutzniveaus für Arbeits- und Umweltstandards sowie beim Konsumentenschutz ein. Besonders profitieren werden österreichische Exporteure von Maschinen und Anlagen, Pharmazeutika, Automobilkomponenten und Nahrungsmitteln, die ihre Waren günstiger nach Vietnam liefern können. 

Österreich und Vietnam verbindet generell starke Handelsbeziehungen. Das bilaterale Handelsvolumen zwischen Österreich und Vietnam erhöhte sich zwischen 2009 und 2019 um 328 Prozent und betrug damit im letzten Jahr 1.252 Millionen Euro. Das bilaterale Dienstleistungsvolumen stieg zwischen 2012 und 2019 um 346 Prozent von 28 Millionen Euro auf 125 Millionen Euro.
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