Wirtschaftskammer Österreich: Bundessparte Tr...
 
Wirtschaftskammer Österreich

Bundessparte Transport und Verkehr zeigt aktuelle Konjunkturzahlen

WKÖ
Alexander Klacska (Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ) und Erik Wolf (Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr). © WKÖ
Alexander Klacska (Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ) und Erik Wolf (Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr). © WKÖ

Unternehmen stellen zwar Mitarbeiter ein, dennoch herrscht Fachkräftemangel vor. Gefordert wird, Steuermittel künftig stärker in die Bau der Landes- und Gemeindestraßen fließen zu lassen.

Die Bundessparte Transport und Verkehr der Wirtschaftskammer Österreich lud am 12. Juni zum Gespräch. Ing. Mag. Alexander Klacska (Obmann der Bundessparte Transport und Verkehr in der WKÖ) und Dr. Erik Wolf (Geschäftsführer der Bundessparte Transport und Verkehr) präsentierten die jüngste Konjunkturumfrage und analysierten die Finanzierung der Straßeninfrastruktur in Österreich. CASH war vor Ort.

Fachkräftemangel im Transport- und Verkehrswesen
Der aktuelle Konjunkturtest zeigt: Seit 2014 gibt es erstmals wieder mehr Beschäftigung in der Mobilitätswirtschaft. „Die Unternehmen wollen wieder mehr Mitarbeiter einstellen“, so Klacska. Prinzipiell herrsche aber trotzdem ein erhöhter Bedarf an entsprechendem Personal vor, laut Klacska fehlen 8.000 bis 10.000 LKW-Fahrer am Markt. Diese Entwicklung kann aber auch im schienengebundenen Verkehr beobachtet werden. Es herrsche prinzipiell ein Facharbeitermangel. Arbeitsplätze müssen in diesem Bereich nach Klacska künftig wieder attraktiver werden.

Steuern zweckgebunden verwenden
Präsentiert wurden weitere Zahlen. Im europaweiten Vergleich liegt Österreich bei den LKW-Neuzulassungen über dem Durchschnitt. Im gesamten EU-Raum gab es von Jänner bis April 2017 einen Zuwachs von 1,1 Prozent, in Deutschland sogar einen Rückgang von 2,5 Prozent. In Österreich liegt man mit einem Plus von 6,4 Prozent deutlich über diesem Wert. 2016 stieg das Transportaufkommen im Straßengüterverkehr um 7,2 Prozent, beim Schienenverkehr gab es im gleichen Zeitraum aber ein Minus von 0,8 Prozent, bei der Luftfahrt Fracht ein Absinken um 0,5 Prozent. Bei der Donauschifffahrt konnte das Transportaufkommen um 5,5 Prozent zulegen.

Klacska und Wolf äußerten ebenfalls einige Forderungen an die österreichische Politik. So sollen Ertrags- und Umsatzsteuern künftig stärker zweckgebunden in den Straßenbau fließen. Die Asfinag liefert jährlich 200 Millionen Euro an Ertragssteuern sowie einige Hundert Millionen Euro an Umsatzsteuern. Zusätzliches Straßenbaubudget könne durch Effizienzsteigerungen, etwa durch die Zusammenlegung von Straßenverwaltungen, freigemacht werden. „Wir brauchen hier ein auf Sparsamkeit beruhendes System“, so Klacska.
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