Anton Schlecker e.K.: Business as usual bei S...
 
Anton Schlecker e.K.

Business as usual bei Schlecker Österreich

-
Das neue Schlecker-Konzept wurde nun erstmalig in Wien umgesetzt.
Das neue Schlecker-Konzept wurde nun erstmalig in Wien umgesetzt.

Die Finanzierung einer Transfergesellschaft für die von der Kündigung betroffenen Schlecker-Mitarbeiter ist gescheitert. Die rund 10.000 Kündigungsschreiben gingen noch gestern zur Post.

Arndt Geiwitz, Insolvenzverwalter von Schlecker, nahm die politische Entscheidung, keine Bürgschaft für den Aufbau von Transfergesellschaften für rund 10.000 von der Kündigung bedrohten MitarbeiterInnen zu ermöglichen, mit Bedauern zur Kenntnis.

Die Schuldfrage für das Scheitern der Verhandlungen um eine Bürgschaft stellt der Insolvenzverwalter nicht. "Letztendlich ist die Ursache für die prekäre Situation des Unternehmens Schlecker in der wirtschaftlichen Entwicklung in den letzten Jahren und nicht in Aktivitäten der letzten Wochen zu suchen", so Geiwitz, der gleichzeitig betonte, dass die politische Entscheidung vorerst keine Auswirkung auf die weitere Sanierung des Unternehmens habe.

In den kommenden Tagen werden die Gespräche mit potenziellen Investoren fortgeführt. An die Arbeitnehmer appeliert Geiwitz indes, von Kündigungsschutzklagen abzusehen.

Aufgrund des Scheiterns der Transfergesellschaften musste Schlecker gestern die Kündigungsschreiben an die betroffenen rund 10.000 Mitarbeiter verschicken. Bereits am Tag davor hatte das Amtsgericht Ulm das Insolvenzverfahren der Anton Schlecker e.K. eröffnet und Wirtschaftsprüfer Arndt Geiwitz zum Insolvenzverwalter bestellt.

Business as usual bei Schlecker Österreich



Bei Schlecker Österreich ist man währenddessen weiter um Normalität bemüht. "Das Österreich-Geschäft ist von der Insolvenz in Deutschland nicht betroffen und läuft eigenständig und rentabel", wird seitens der Unternehmensführung betont. Gewissermaßen als sichtbares Zeichen dafür wurde gestern die Filiale in der Johnstraße in Wien Fünfhaus nach einer Komplettsanierung wiedereröffnet. Erstmals wurde das neue Schlecker City-Konzept damit in der Bundeshauptstadt Wien umgesetzt. Bis Jahresende sollen laut Schlecker-Österreich Geschäftsführer Andreas Kozik weitere 100 bis 120 Märkte in den Städten Wien, Linz, Graz und Innsbruck folgen.

Weitere 100 bis 120 Märkte in den Städten Wien, Linz, Graz und Innsbruck sollen bis Jahresende folgen.
-
Weitere 100 bis 120 Märkte in den Städten Wien, Linz, Graz und Innsbruck sollen bis Jahresende folgen.


© Fotos: C. Pleschberger/CASH
Fotos: C. Pleschberger/CASH
© Fotos: C. Pleschberger/CASH
stats