Business Upper Austria/Coronavirus: Homeoffic...
 
Business Upper Austria/Coronavirus

Homeoffice: Gekommen, um zu bleiben

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Die Coronakrise hat Unternehmen und ihre Mitarbeiter vor ganz neue Herausforderungen gestellt. Homeoffice wurde in zahlreichen Betrieben über Nacht eingeführt. Die Krise hat uns aber auch gezeigt, dass vieles möglich ist, was bisher undenkbar war. 

Bei der Online-Veranstaltung "Arbeitswelten im Wandel" der oberösterreichischen Standortagentur Business Upper Austria sprach Univ.-Prof. Wolfgang H. Güttel, Vorstand des Instituts für Human Ressource und Change Managements der Johannes Keppler Universität Linz, über die zentralen Learnings der Krise und appellierte an die Zuseher: "Jetzt nicht den Kopf in den Sand stecken und nur in der Gegenwart verharren, sondern sich auch mit Zukunftsszenarien beschäftigen und den Gestaltungsspielraum nutzen.“ Sein Tipp: Jetzt für die nächste Krise absichern, indem Unternehmen in Führungskräfte- und Teamentwicklung investieren. „Segeln lernt man nicht im Sturm, das sollte man in ruhigen Zeiten üben“, ist Güttel überzeugt. Nur so gelingen nachhaltige Veränderungen sowie Optimismus und Sicherheitsgefühl im Team.

Digitalisierungsschub

"Homeoffice ist gekommen um zu bleiben", ist sich Wirtschafts- und Arbeitsmarkt-Landesrat Markus Achleitner sicher. Er glaubt auch, dass das Coronavirus zu einem Digitalsierungsschub führen wird. Was es braucht sind nicht ein Ersatz, sondern eine Ergänzung zu bestehenden Arbeitsformen. Neue, virtuelle oder hybride Veranstaltungsformate zählen dabei genauso zu den Veränderungen wie Online-Trainings, Video-Calls und Webmeetings oder Pre-Onboarding mit digitalen Unterlagen.

Allianz von Mensch und Maschine

Allerdings gehe "digital viel verloren – Mimik, Gestik – deswegen kosten virtuelle Meetings auch mehr Energie“, betonte Marcel Aberle, Geschäftsführer des Zukunftsinstituts Österreich. Menschen, die viele Face-to-Face-Gespräche führen, hätten zudem mehr Ideen. Aberle behauptet weiters: „Die Zukunft gehört der Allianz von Mensch und Maschine.“ Neben Digitalisierung und Anpassung von Prozessen und Strukturen sei es besonders wichtig, die Mitarbeiter zu stärken, ihre Ideen und Kreativität anzuerkennen und mit ihnen im ständigen Austausch zu stehen. Und weil in Zeiten des Wandels neue Jobs und Aufgaben entstehen, brauche es auch neue Qualifikationen.
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