Bundeswettbewerbsbehörde: Bußgelder für MPrei...
 
Bundeswettbewerbsbehörde

Bußgelder für MPreis und Sutterlüty

-

Nach der Rewe und der Spar hat es nun auch MPreis und Sutterlüty erwischt. Die BWB beantragte für beide Unternehmen Bußgelder wegen illegaler Preisabsprachen.

So muss laut Urteil des Kartellgerichts die MPreis Warenhandels GmbH wegen vertikaler Preisabsprachen mit einigen Lieferanten 225.000 Euro berappen und die Sutterlüty Handels GmbH aus dem gleichen Grund 78.750 Euro. In beiden Fällen ist die Entscheidung des Kartellgerichts bereits rechtskräftig, da sowohl MPreis als auch Sutterlüty auf Rechtsmittel verzichtet haben.

Die wettbewerbswidrigen Verhaltensweisen betrafen im Falle MPreis die Einflussnahme auf Endverkaufspreise in den Bereichen Molkereiprodukte, Brauereiprodukte, alkoholfreie Getränke und Fleisch- und Wurstwaren im Zeitraum von Anfang Jänner 2007 bis Dezember 2012. Im Rahmen dieser vertikalen Preisabstimmungsmaßnahmen wurden zwischen der MPreis Warenvertriebs GmbH und bestimmten Lieferanten punktuell Kurantpreise und Aktionspreise abgestimmt.

Aus dem gleichen Grund wurde auch die Sutterlüty Handels GmbH verurteilt, allerdings die Warengruppen Brauereiprodukte, Mehl, alkoholfreie Getränke und Molkereiprodukte im Zeitraum von 2007 bis 2011 betreffend.

Bei der Berechnung der Geldbuße wirkte sich aus, dass sowohl MPreis als auch Sutterlüty im Rahmen der Preisabstimmungsmaßnahmen eine durchgehend passive Rolle gespielt haben und von den abgestimmten Verkaufspreisen häufig abgewichen sind. Insbesondere hat MPreis keine Preiserhöhungen und Preisabstimmungsmaßnahmen initiiert. Auch wurde auf MPreis und Sutterlüty von ihren Lieferanten und auf Drängen ihrer Mitbewerber häufig Druck ausgeübt, an Preisabstimmungsmaßnahmen teilzunehmen bzw. bestimmte Mindestpreise einzuhalten. Als Durchsetzungsmittel wurden von Lieferanten Lieferbeschränkungen und Liefersperren angedroht und teils auch umgesetzt. Die Preisabstimmungsmaßnahmen erfolgten zum überwiegenden Teil im Interesse ihrer Mitbewerber und zum Nachteil der MPreis Warenvertriebs GmbH, insbesonders indem dadurch die Expansion von MPreis in neue Regionen behindert wurde.

Bei Sutterlüty wurde zudem berücksichtigt, dass ein wesentlicher Teil des Wareneinkaufs über die Rewe erfolgt ist und insofern nicht Gegenstand des vorliegenden Verfahrens war.

-
stats