CASH+/Coronavirus: "Erneuter Lockdown wäre fa...
 
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Seit Montag gelten wieder schärfere Bestimmungen rund um den Corona-Schutz für den Handel. Ob und wie sich das auf den LEH auswirkt, hat CASH nachgefragt.

Mit 11.9. hat die Regierung bei den Sicherheitsauflagen für den Handel nachgebessert. Bei der Form des Kundenkontaktes ist eine Maske zu tragen. Für den LEH und für andere essenzielle Handelsunternehmen ist das nichts Neues. CASH hat sich bei den heimischen Handelsunternehmen umgehört, wie sie die Verschärfung sehen und ob sie in irgendeiner Form doch davon betroffen sind.

"Pandemie-Business" as usual

Hansjörg Peterleitner von der Lidl Unternehmenskommunikation sagt gegenüber CASH: "Durch die neuen Maßnahmen ändert sich nur etwas für den Nicht-LEH-Handel. Bei uns wird wie zuvor auf die Sicherheit geachtet, etwa mit der Pflicht zum Mund-Nasen-Schutz. Als 'business as usual' lässt sich die Situation aber definitiv nicht bezeichnen."

Seitens Hofer heißt es: "Mit der Wiedereinführung der Maskenpflicht im gesamten Handel ändert sich für die Hofer KG nichts, da die Maskenpflicht im LEH auch schon davor Gültigkeit hatte. Auch alle anderen - bereits sehr gut etablierten Maßnahmen - wie etwa die Möglichkeit zur Einkaufswagen-Desinfektion vor allen Hofer Filialen, Handdesinfektionsmittel-Spender im Eingangsbereich der Filialen, Plexiglasscheiben an allen Kassen, die Ausgabe von MNS-Masken (sofern Bedarf besteht) und darüber hinaus grundsätzlich deutlich verschärfte Hygienemaßnahmen, haben unverändert weiterhin Bestand. Darüber hinaus haben wir den von der Österreichischen Bundesregierung erteilten Auftrag zur Aufrechterhaltung der Versorgungssicherheit der Bevölkerung zu jeder Zeit sehr ernst genommen und machen dies selbstverständlich auch weiterhin."

Mitten in der Pandemie möchte Rewe International Pressesprecher Paul Pöttschacher zwar nicht von 'business as usual' sprechen aber: "Der LEH hat die Maßnahmen bereits im März, April und Mitte Juli gesetzt, da ändert sich diesbezüglich wenig." Schärfere Maßnahmen wie beispielsweise nur noch eine bestimmte Anzahl an Kunden in den Geschäften zu erlauben wären laut Pöttschacher massive Einschränkungen, jedoch stellen sich solche Fragen derzeit nicht.  

Auch bei Spar ändert sich nichts, wie Pressesprecherin Nicole Berkmann berichtet: "Masken mussten wir ja vorher bereits seit längerem wieder tragen. Wir bemerken nur eine wieder zunehmende Verunsicherung der Kunden. Worst case wäre wohl wie für alle ein neuerlicher Shutdown, auch wenn er nur regional durchgeführt würde."
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