CASH+/Coronavirus (Update 12.8.): Maskenpause...
 
CASH+/Coronavirus (Update 12.8.)

Maskenpause: Das sagt der Handel

Engin_Akyurt - pixabay.com

CASH hat bei den Handelsunternehmen nachgefragt, wie sie zu der Forderung der GPA-djp nach einer zusätzlichen Pause für Mitarbeiter, die während der Arbeit einen Mund-Nasen-Schutz tragen müssen, stehen.

Nach zwei Stunden Arbeit mit Maske sollen Handelsmitarbeiter 15 Minuten Pause machen – so fordert es die GPA-djp. Das sagen die Handelsunternehmen dazu:

Rewe International kommentiert die Forderung nicht und verweist auf die Sparte Handel der WKO. Deren Obmann Rainer Trefelik hat bereits Ende Juli zu diesem Thema gesagt: "Den Arbeitgebern im Handel ist der Gesundheitsschutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und natürlich auch der Kundinnen und Kunden ein besonderes Anliegen. Sowohl Mitarbeiter als auch Kunden sollen sich bestens geschützt fühlen. Deshalb haben wir mit unserem Sozialpartner im Handel bereits zu Beginn der Corona-Krise ein Schutzpaket für die Beschäftigten abgeschlossen." 
Die Anregungen der Arbeitnehmervertreter nehme die WKO natürlich auf. Weiter heißt es: "Allen Beteiligten ist die besondere Situation sehr bewusst, weshalb wir sicher sind, auch heuer, unter diesen außergewöhnlichen Rahmenbedingungen, einen Konsens zu finden, der vor allem Arbeitsplätze sichert und entsprechend auf die angespannte wirtschaftliche Situation der Unternehmen Rücksicht nimmt."

Spar schließt sich dem Standpunkt der WKO an. Lukas Wiesmüller, bei Spar Leiter für Nachhaltigkeit, fügt auf CASH-Anfrage hinzu: "Spar 
ist in laufenden Gesprächen mit Mitarbeitenden, Betriebsrat und Gewerkschaft, um eine zufriedenstellende Lösung für alle Seiten zu finden. Unsere Führungskräfte in den Märkten sind schon jetzt ausdrücklich angehalten, regelmäßige Pausen in der Mitarbeiter-Einteilung einzuplanen und tun dies auch. Es ist keineswegs so, dass Mitarbeitenden erst nach sechs Stunden eine Pause zusteht, im Gegenteil, das Arbeitsrecht sieht regelmäßige Pausen vor. Nach maximal sechs durchgearbeiteten Stunden muss spätestens eine Pause gemacht werden, ansonsten drohen Strafen."

Hofer lässt über die Presseagentur Rosam-Grunberger mitteilen: "
Die Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat für uns höchste Priorität. Gemeinsam mit unserem Betriebsrat sowie Arbeitsmedizinern und -innen und Sicherheitsfachkräften evaluieren wir laufend die Arbeitsbedingungen und setzen entsprechende Maßnahmen. So haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter generell die Möglichkeit ihre Pause aufzusplitten und so mehrmals kürzere Pausen während ihrer Schicht abzuhalten. Darüber hinaus werden unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neben bestehenden Maßnahmen zur Erleichterung der Arbeitsbedingungen auch alternativ zur MNS-Maske mit PVC-Visieren ausgestattet, wodurch die Mitarbeiter persönlich die bevorzugte Variante der gesetzlich erforderlichen Schutzmaßnahme wählen können. Für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an der Kassa haben wir in all unseren Filialen einen Vollschutz an der Kassa angebracht, der das Tragen einer Maske obsolet macht. Der Umbau aus Plexiglas bietet auch beim Bezahlvorgang sowie bei der Warenentnahme entsprechenden Schutz für unsere Kundinnen und Kunden."

Update 12.8.

Seitens Lidl heißt es: "Als verantwortungsvoller Arbeitgeber ist es für uns selbstverständlich, dass bereits jetzt, kurze, zusätzliche Pausen nach Absprache mit der zuständigen Filialleitung möglich sind. Die Nachfrage diesbezüglich ist aber überschaubar. Alle unsere Filialen sind klimatisiert und die individuellen Belastungen durch die Maske sind je nach Tätigkeit unterschiedlich ausgeprägt. Zusätzlich können unsere Mitarbeiter zwischen verschiedenen Schutzvorrichtungen wie herkömmlichen MNS-Masken oder Faceshields wählen. Durch die Plexiglaswände geschützten Mitarbeiter an den Kassen sind laut Verordnung nicht verpflichtet, Masken tragen. Zusätzlich testen wir aktuell einen Plexiglas-Kinnschutz als weitere Variante, die das Atmen einfacher machen sollen."
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