CASH+/Waldland: Geschmack des Waldviertels fü...
 
CASH+/Waldland

Geschmack des Waldviertels für den LEH

Gottfried Pichler / Waldland
"Die regionalen Produkte, so wie wir sie mit Waldland gestaltenanbietet, fehlen im LEH noch. Für den Handel besteht eine riesige Chance, sich hier zusätzliche Geschäftsfelder aufzumachen", ist sich Waldland-Geschäftsführer Gottfried Pichler sicher.
"Die regionalen Produkte, so wie wir sie mit Waldland gestaltenanbietet, fehlen im LEH noch. Für den Handel besteht eine riesige Chance, sich hier zusätzliche Geschäftsfelder aufzumachen", ist sich Waldland-Geschäftsführer Gottfried Pichler sicher.

"Die Regionalität ist der wichtigste Punkt in Richtung Nachhaltigkeit", ist sich Waldland-Geschäftsführer Gottfried Pichler sicher. Dafür haben sich 900 Bauern und Landwirte zusammengeschlossen, um den Geschmack der Region an den Gaumen der Kunden zu bringen.

Seit über 35 Jahren steht Waldland für ein einzigartiges Sortiment aus dem Waldviertel. Produziert werden ca. 70 Sonderkulturen (auch Nischenprodukte), darunter Gewürze, Küchenkräuter und Pharmapflanzen (Graumohn, Schnittlauch, Ginkoblätter, Johanniskraut etc.) sowie 14 Kulturen, mit denen Pflanzenöle gepresst werden, aber auch tierische Frischeprodukte wie Geflügel (u. a. Hühner, Ente, Weidegans) und Fisch (u. a. Waldland Edelwels). "Waldland ist in den landwirtschaftlichen Bereichen tätig, die im Waldviertel möglich sind - und das sind sehr viele", so Gottfried Pichler, einer der Geschäftsführer von Waldland. Einen Teil verarbeitet und veredelt man bei Waldland selbst zu Tee, Mohnstrudel oder Knödel, die Produkte werden direkt ab Hof oder über den Onlineshop an den Endkonsumenten verkauft oder für das hauseigene Catering verwendet. Der Frischebereich bleibt ebenfalls im Land. Geflügel und Fisch werden hauptsächlich an die österreichische Systemgastronomie geliefert, aber auch Großküchen sind Abnehmer. Ein Großteil der Produkte wird zurzeit jedoch international vermarktet. Pflanzen wie Mariendistel und Johanniskraut werden in der Pharmazie verwendet, Küchen-, Tee- und Gewürzkräuter gehen in die Industrie.

„Die Regionalität ist der wichtigste Punkt in Richtung Nachhaltigkeit.“

Nun möchte Waldland den Schritt in den heimischen Handel wagen. Kleinere Händler führen Sortimentsbereiche bereits, als nächstes soll der Lebensmitteleinzelhandel überzeugt werden. "Wir sind uns ganz sicher, dass regionale Produkte künftig eine noch stärkere Nachfrage haben werden und wir mit unseren Produkten ein wichtiger Partner für den LEH sein können", steht für Pichler fest. "Die regionalen Produkte, so wie sie Waldland anbietet, fehlen im LEH noch. Für den Handel besteht eine riesige Chance, sich hier zusätzliche Geschäftsfelder aufzumachen." Waldland ist diesbezüglich bereits in Gesprächen mit den großen Supermarktketten, in ausgewählten Filialen wird es demnächst erste Testlieferungen geben.

Die geballte Kraft des Waldviertels

Für Pichler liegt der Vorteil von Waldland in der geballten Kraft des Waldviertels. Mehr als 900 Landwirte produzieren mittlerweile für das Unternehmen. Das Saatgut, das teilweise selbst gezüchtet wird, bekommen sie direkt von Waldland und wenn notwendig auch die speziellen Maschinen. Angebaut wird unter natürlichen Bedingungen auf dem Feld. Dem gesamten Prozess der Produktion steht die jeweilige Gesellschaft beratend und begleitend zur Seite. Dabei müssen interne Richtlinien eingehalten werden, für die es eigene Schulungen gibt. "Das ist ein wichtiger Faktor, um stets die gleiche Qualität gewährleisten zu können", erklärt Pichler, der selbst eine Landwirtschaft betreibt. In dieser großen Community und der beständigen sowie hohen Qualität der Produkte liegt auch der Vorteil von Waldland gegenüber den Mitbewerb. "Durch diese geballte Kraft können wir das Produktrisiko eindämmen und sind ein liefersicherer Partner für den LEH", so Pichler. "Wir können regional produzieren und nicht nur 10 Hühner, sondern zum Beispiel alle Filialen in Niederösterreich problemlos beliefern."
„Es gibt nichts Beständigeres wie die Veränderung und darauf sind wir vorbereitet.“

Die Überschrift ist die Regionalität

Etwa ein Viertel der teilnehmenden Landwirte führen einen biologischen Betrieb, der Fokus liegt aber auf Regionalität. "Die Regionalität ist der wichtigste Punkt in Richtung Nachhaltigkeit", ist sich Gottfried Pichler sicher. Das reicht von kurzen Transportwegen bis hin zur Wertschöpfung im eigenen Land. Vor allem in Zeiten von COVID-19 wird deutlich, wie wichtig Regionalität ist, um die Versorgung sicher zu stellen. Auch hier zeigen sich der Vorteil und die Ambition des Unternehmens. "Wir sind in der glücklichen Situation, dass wir vielfältig aufgestellt sind. Wir merken natürlich, dass Teile wegbrechen, sehen aber auch, dass neue Anfragen kommen. Wir müssen nun rasch reagieren, unsere Schlagkraft präsentieren und unsere Lieferfähigkeit unter Beweis stellen", sagt Pichler. "Es gibt nichts Beständigeres wie die Veränderung und darauf sind wir vorbereitet."

schewig fotodesign

Über Waldland

1984 schlossen sich etwa 70 landwirtschaftliche Betriebe zusammen und gründeten den „Verein zur Förderung der Sonderkulturen im Waldviertel“, mit dem Ziel den Anbau von Alternativen in der Region zu fördern. Drei Jahre später kam der der „Verein zur Förderung der Tierhaltungsalternativen im Waldviertel“ dazu. 2003 verschmolzen beide zum Waldviertler Sonderkulturenverein. Dieser hat mittlerweile über 900 Mitglieder. Für die Geschäfte ist die 100-prozentige Tochtergesellschaft, die Waldland Holding, zuständig. Um die einzelnen Bereiche wie Pflanzenveredelung, Tierveredelung, Agrarrohstoffe etc. noch besser abdecken zu können, teilt sich die Holding nochmal in mehre kleinere Gesellschaften. Neben Produktion, Beratung, Veredelung, Vermarktung und Vertrieb wird unter dem Namen Waldland auch ein eigenes Labor, ein Catering, die Waldlandküche und ein Spezialitätengeschäft betrieben. Der Sitz der Holding ist der traditionsreiche Waldhof in Oberwaltenreith.




stats