Kaufkraft in Europa: CEE-Länder erreichen nur...
 
Kaufkraft in Europa

CEE-Länder erreichen nur rund dreißig Prozent des durchschnittlichen Kaufkraftniveaus in D-A-CH

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Getragen von den großen stabilen Volkswirtschaften stieg die Kaufkraft der Europäer (ohne Russland und Türkei) im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent.
Getragen von den großen stabilen Volkswirtschaften stieg die Kaufkraft der Europäer (ohne Russland und Türkei) im vergangenen Jahr um 3,7 Prozent.

Während die Kaufkraft in Österreich, Deutschland und der Schweiz durchschnittlich 19.300 Euro pro Kopf und Jahr beträgt, liegt sie in den Ländern Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei nur bei 5.400 Euro.

Den Menschen in den CEE-Ländern Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei stehen laut RegioData Research mehr als 20 Jahre nach der Wende noch immer nur rund dreißig Prozent vom durchschnittlichen Kaufkraftniveau im deutschsprachigen Raum zur Verfügung. "Dies ist ein beträchtlicher Unterschied, aus dem man schließen könnte, wie arm die Menschen in den genannten CEE-Ländern sind. Das Bild relativiert sich jedoch, wenn man bedenkt, dass die deutschsprachigen Länder zu den Top 10 in Europa nach Kaufkraft gehören. Insbesondere liegt die Schweiz an zweiter Stelle und Österreich an fünfter Stelle im europäischen Kaufkraftranking", so RegioData Pressesprecher Mark Ruhsam.

Innerhalb der CEE-Länder fällt das West-Ost-Gefälle auf, das insbesondere in Polen am stärksten ist. Dort beträgt der Unterschied zwischen dem reichsten Bezirk Warschaus und dem ärmsten Bezirk Lubaczowski im Osten des Landes rund 170 Prozent. Auch im Osten Ungarns an der Grenze zur Ukraine beträgt die Kaufkraft nur rund 3.500 bis 3.700 Euro pro Kopf und Jahr.

Die Big 5 verfügen über mehr als 70 Prozent der Kaufkraft in Europa



Nach Kaufkraftvolumen betrachtet sind Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien und Spanien die fünf größten Märkte Europas. Insgesamt verfügen sie über ein Kaufkraftvolumen von 5,5 Billionen Euro, das sind mehr als 70 Prozent des Kaufkraftvolumens in Europa. "Die großen Märkte des Westens sind also nach wie vor die Cash-Cows für den europäischen Einzelhandel", kommentiert RegioData Manager Mark Ruhsam die Zahlen.

Die teilweise in Europa liegenden Märkte Rusland und die Türkei kämen gemäß RegioData in diesem Ranking wegen der riesigen Bevölkerungspotenziale ebenfalls weit nach vorne. Russland erreicht ein Kaufkraftvolumen von rund 460 Milliarden Euro, die Türkei von rund 320 Milliarden Euro. Pro Kopf betrachtet liegen die Werte hingegen freilich sehr niedrig: Russland kommt auf etwa 3.300 Euro und die Türkei auf etwa 4.400 Euro.

Österreich verfügt über ein jährliches Kaufkraftvolumen von 158 Milliarden Euro und damit einen Anteil von rund zwei Prozent am gesamten Kaufkraftvolumen Europas. 

Während die Kaufkraft in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz bei durchschnittlich 19.300 Euro pro Kopf im Jahr liegt, erreicht sie in den Ländern Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei nur 5.400 Euro.
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Während die Kaufkraft in den Ländern Deutschland, Österreich und Schweiz bei durchschnittlich 19.300 Euro pro Kopf im Jahr liegt, erreicht sie in den Ländern Polen, Ungarn, Tschechien und der Slowakei nur 5.400 Euro.


Die Big 5 verfügen über mehr als 70 Prozent der Kaufkraft in Europa.© Grafiken: RegioData Research
Grafiken: RegioData Research
Die Big 5 verfügen über mehr als 70 Prozent der Kaufkraft in Europa.© Grafiken: RegioData Research
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